William Wendt – Impressionismus aus Südkalifornien

Bremen - Der kalifornische Impressionismus hat der Welt eine ganze Reihe hervorragender Maler beschert, welche, angeregt durch die speziellen Lichtverhältnisse des Landstrichs, zu einer sehr farbenfrohen Malweise tendierten. Guy Rose, William Frederic Ritschel und George Gardner Symons gehören zu den bekannteren Vertretern, doch auch der geborene Deutsche William Wendt verdient unbedingt Erwähnung.

Geboren wurde er 1865 im damaligen Königreich Preußen, der Ort wird in US-amerikanischen Quellen als Bentzen angegeben, allerdings finden sich zu diesem ohne Weiteres keine brauchbaren Informationen. Bereits 1880, in noch sehr jungen Jahren, verschlug es ihn in die USA, zunächst nach Chicago, wo er sich seine malerischen Kenntnisse größtenteils selbst beibrachte, doch auch eine Zeit an der Schule des Chicago Art Institute Unterricht nahm und als Auftragsmaler tätig war.

 

In seiner Freizeit malte er gerne mit seiner Staffelei im Freien und entwickelte bald einen eigenen Stil. Er freundete sich mit George Gardner Symons an, und die beiden reisten von 1894-1906 viel umher, besuchten England, Frankreich, Deutschland und Kalifornien. Dort ließ er sich 1906 mit seiner Frau, der Bildhauerin Julia Bracken, nieder.

 

In Chicago hatte Wendt wenig Erfolg gehabt, doch die Landschaften Kaliforniens mit ihren hellen Farben und dem schimmernd-stimmungsvollen Spiel des Sonnenlichtes boten die optimalen Bedingungen für impressionistische Pleinairmalerei. Wendt richtete sich ein Atelier in Los Angeles ein und begann eine rege Ausstellungstätigkeit, oft gemeinsam mit seiner Frau.

 

Er ging mit seiner Staffelei in die noch recht ungezähmte Natur, in die Berge und an die kalifornische Küste, bisweilen malte er auch in den Nationalparks des Bundesstaates Washington oder in Arizona – den Grand Canyon soll er indes für nicht malbar erachtet haben. Im Dezember 1909 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des California Art Club, welcher die meisten bedeutenden kalifornischen Freilichtmaler zu seinen Mitgliedern zählte und bis heute noch besteht, zum Jahreswechsel 2009/10 sein 100jähriges Jubiläum feierte.

 

Bereits 1913 richtete Wendt sich ein Haus in Laguna Beach ein, 1919 zog er dauerhaft dorthin, um dem zunehmenden Trubel in Los Angeles zu entgehen; er sollte bis zu seinem Tod 1946 dort leben. Eine Straße in Laguna Beach ist nach ihm benannt. Seine Werke befinden sich vor allem in der William Wendt Gallery of Art in Los Angeles, doch auch im Art Institute of Chicago, im Bowers Museum, im Laguna Art Museum und einigen anderen.

 

Verweise:

https://www.williamwendtfineart.com/gallery
http://www.artnet.com/artists/william-wendt/past-auction-results
https://www.allpainter.com/artist/william-wendt
https://oac.cdlib.org/findaid/ark:/13030/tf7d5nb4f7/
http://www.williamwendtgallery.com/
https://art-depesche.de/malerei/147-guy-rose-%E2%80%93-kalifornischer-impressionismus-im-stil-eines-claude-monet.html

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