Staatliche Kunstsammlungen Dresden verzeichnen weniger Besucher

Dresden - Wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mitteilten, habe sich die Besucherbilanz im vergangenen Jahr um vier Prozent verschlechtert. Sie verzeichneten einen drastischen Schwund des russischen Publikums.

"Der Hauptgrund ist ein deutlicher Rückgang bei den russischsprachigen Besuchern. Für diese war Dresden ein traditionelles Tourismusziel", erklärte die Generaldirektion der SKD. So litten vor allem die bei den russischen Touristen beliebten Museen unter den schwindenden Besuchszahlen, wie etwa die Gemäldegalerie Alte Meister und das Grüne Gewölbe. "Die Ukrainekrise sowie die in deren Folge entstandene Schwäche des Rubels hat gerade diejenigen getroffen, die als Tagesgäste vornehmlich mit Bussen nach Dresden kamen", erklärte der Kaufmännische Direktor Dirk Burghardt. Zwar stellten die russischen Besucher noch immer die mit Abstand größte Gruppe unter den ausländischen Gästen, die Dresden besuchten, im Jahr 2014 sei ihre Zahl aber um immerhin 41.000 Besucher im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr 202.000 Gäste deutlich gesunken. Insgesamt bewege sich die Resonanz aber weiterhin auf sehr hohem Niveau, versicherte Burghardt. So verzeichneten die vierzehn Museen der SKD insgesamt 2,5 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland im vergangenen Jahr. Auch die sanierungsbedingte Teilschließung der Sempergalerie wirke sich negativ auf die Besucherbilanz aus. Diese wird bis 2018 grundlegend instand gesetzt. Die Sammlung muss deshalb derzeit mit wesentlich weniger Ausstellungsfläche auskommen. Das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz konnte unterdessen sein Publikum stark erhöhen. So gelang es unter der neuen Leitung von Tulga Beyerle durch ambitionierte Sonderausstellungen 51.500 Besucher und somit ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu erreichen. Beyerle übernahm den Leitungsposten vor knapp einem Jahr von Dr. Peter Plaßmeyer, dem Direktor des Mathematisch-Physikalischen Salons, der das Kunstgewerbemuseum vier Jahre lang kommissarisch leitete. Bei ihrem Amtsantritt erklärte sie, sie sehe es als ihre Aufgabe an, "das Kunstgewerbemuseum in das 21. Jahrhundert zu führen und auf der internationalen Landkarte zu verorten, mit Respekt vor dem Erbe und reichen Schatz der bestehenden Sammlung. Damit zum bereits hervorragenden Ruf der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden beizutragen, ist ein wichtiges Ziel." Auch die Porzellansammlung erzielte ein Wachstum der Besucherzahlen um elf Prozent und wurde von 218.000 Menschen besucht. Burghardt sprach in diesem Zusammenhang vom erfolgreichsten Ausstellungsjahr für das Museum im Zwinger seit der Wiedervereinigung.

 

Die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden zählen neben dem Pariser Louvre, dem Metropolitan Museum in New York und der Eremitage in St. Petersburg zu den bedeutendsten Museen der Welt. In den vierzehn Einrichtungen werden rund 1,5 Millionen Kunstwerke aufbewahrt. Neben Gemälden und Porzellan, umfasst der Bestand auch Waffen, Möbel, Preziosen und Volkskunst aus mehreren Jahrhunderten, beginnend von der Antike bis zur Gegenwart. Sachsen investiert Millionen zur Pflege, Präsentation und Vermehrung der Schätze, die jedes Jahr Millionen Besucher aus aller Welt anlocken.

Letzte Änderung am Freitag, 09 Januar 2015 18:47
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Logo der Staatliche Kunstsammlungen Dresden Quelle: http://www.skd.museum

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