Seine Kunst kennt keinen Stillstand – Höchste Marktpräsenz bei Remo Leghissa

München - Der Metallbildhauer und Skulpturenkünstler Remo Leghissa leidet an keiner Unterauslastung. Er erschafft und präsentiert Werke für unterschiedlichste Gelegenheiten und arbeitet an stets neuen Projekten. Es sind auch keine Kleinevents, auf denen Leghissa vertreten ist, sondern publikumswirksame Veranstaltungen, wie beispielsweise das zweimal jährlich stattfindende mehr als 100 Künstler umfassende Kulturfestival im Münchner Norden.

Dieser unter „Kunst im Gut“ firmierende Event in Scheyern konnte im vergangenen Oktober sein Jubiläumsjahr begehen und 2014 bereits auf 20 Jahre und die 30. Veranstaltung verweisen. Neben der Oktoberveranstaltung ist es auch immer das erste Maiwochenende, das zum künstlerischen Stelldichein auserkoren wird. Kunst, Kunsthandwerk und Kunstaktionen gehören traditionell zum vielfältigen Angebot der Veranstaltung - so auch 2015 -, die eine der oder sogar die größte ihrer Art im bayerischen Raum ist. Die Veranstalterin Margit Grüner darf dabei sogar auf royale Gunst zählen, was im in weiten Teilen königstreuen Bayernlande von nicht geringer Bedeutung ist. Die Schirmherrschaft obliegt S.K.H. Prinz Leopold von Bayern höchstpersönlich. Mit von der Partie ist traditionell Remo Leghissa, der nicht allein persönlich vor Ort teilnimmt, sondern im Scheyerer Skulpturengarten „Kunst-Blicke“ Werke platzierte. Vom 01. bis 03. Mai lädt das Schloß Scheyern in Kürze wieder zu „Kunst im Gut“ ein.

Der Vilsbiburger Metallvirtuose Leghissa sieht nach eigenen Worten die Veranstaltungen im Stile von „Kunst im Gut“ als gute Gelegenheit, überregional neue Besucher für seinen eigenen ca. 5000 m² umfassenden Skulpturenpark und darüber hinaus auch Kundschaften zu gewinnen. Zudem interessiert sich der Deutsch-Italiener für das Zusammentreffen mit Künstlerkollegen und nutzt solche Gelegenheiten durchaus auch, um „neue Freunde zu gewinnen“, wie er selber sagt. Insofern zeigt Leghissa sich als betont kontaktfreudiger und publikumszugewandter Künstlertypus. Allgemein ist Leghissa, der zwar über eine eigene Galerie - Senza Limiti in Landshut - verfügt, ein Freund von Auftritten auf Märkten dieser Art, da er dort nicht allein auf das bereits kunstaffine Publikum trifft, sondern häufig den Erstkontakt zwischen Kunst und Menschen ermöglichen kann. Für den Vollblutkünstler, dessen manche Werke den Eindruck machen, nur dazu geschaffen zu sein, das Leben einzufangen, ist es auch wichtig, trotz künstlerischer Abstraktion die Bodenhaftung zur Lebenswirklichkeit nicht zu verlieren und immer wieder zu erfahren, welche in seinen Werken verborgenen Informationen vor allem das ungeschulte Auge zu erkennen vermag. Kurz und bündig drückt es Remo Leghissa allgemeinverständlich aus, wenn er sagt: „Ich gehe dahin, wo die Menschen sind.“

 

Kunstmärkte solcher Natur, die keine kunsthandwerkliche Handelsware, sondern die Unikate der Künstler zur Grundlage haben, betrachtet Leghissa auch als eine Art der Gegenbewegung zur von genormter Massenware gekennzeichneten Globalisierung. Nach weiteren Beispielen gefragt, verweist Leghissa auf den Schwabinger Weihnachtsmarkt, der ebenfalls mit Werken von ihm bestückt war. Seit inzwischen mehr als 30 Jahren präsentieren Künstler und Kunsthandwerker ihre Arbeiten am Schwabinger Weihnachtsmarkt an der Münchner Freiheit. Dort zeigte der Skulpturenkünstler, daß sein Kunstschaffen nicht allein das Äußern eines rein individuellen Selbstverwirklichungsdranges darstellt, sondern er zudem in der Lage ist, mit anderen Künstlern in seiner „Formensprache“, wie er es nennt, zu kommunizieren. Am sogenannten Skulpturenforum des Weihnachtsmarkts war Remo Leghissa nämlich mit der Metallbildhauer-Gruppe „Eisenherz“ vertreten. Dabei handelt es sich um ein Künstlerquartett bestehend aus Remo Leghissa, Ulrich Schweiger, Peter Schwenk und Leander D. Wennige, das unter anderem auch 2012 auf der Umweltmesse in Landshut in Erscheinung trat. Der Name drückt das Herzblut aus, das sich in der Arbeit widerspiegelt und die harte Materie beseelt. Leander D. Wennige interessiert sich für das Gegensätzliche, thematisiert aber ähnlich Leghissa die Bewegung in seinen Skulpturen. Auch zwischen dem Nietzscheaner Leghissa und Ulrich Schweiger wundert man sich nicht über eine harmonische Zusammenarbeit, betrachtet doch Schweiger nach fünf Semestern Philosophie-Studium selbige als die andere Sprache des Bildhauers. Doch vielleicht läßt sich der tiefere Sinn ja in Peter Schwenks Erzählstruktur der Kugel entdecken, womit das Quartett kurz umschrieben wäre, ohne für eine eigene Inaugenscheinnahme bereits zu viel gesagt zu haben.

 

Ein im vergangenen Jahr fertiggestelltes Kunstwerk Leghissas war zugleich seine bislang gewaltigste Monumentalskulptur. Etwa eine halbe Tonne Edelstahl bilden die 12-Meterskulptur, die ihren Schöpfer trotz seiner 25-jährigen Erfahrung herausforderte, wie Leghissa nicht leugnet. Ihren Ursprung hat die Edelstahl-Skulptur in einem Auftrag eines Unternehmers, für dessen Firmenfoyer sie angefertigt wurde. Wie viele seiner Werke drückt auch diese Monumentalarbeit Kraft, Energie, Bewegung und Veränderlichkeit aus. Man kann sagen, genauso wenig wie sein Schaffensdrang kennt auch Leghissas Kunst selbst keinen Stillstand. Fliehen, entfliegen und labyrinthhaftes Wiederkehren sind in vielen Werken Leghissas programmiert. An einem Auftrag wie diesem arbeitet Leghissa schon einmal drei Monate oder mehr, bis die Skulptur abgeschlossen ist.

 

Nach wie vor arbeitet der Künstler an Variationen und Weiterentwicklung seiner Hauptfigur, den Erodestruktoren, die er als sein künstlerisches Alleinstellungsmerkmal bezeichnet. Der Erodestruktor ist sozusagen ein unverwechselbarer „Leghissa“ mit eindeutigem Wiedererkennungswert. Über die Figur des Erodestruktors und dessen Interdependenz zu seinen anderen Werkmotiven sagt Leghissa selbst: „Er ist  Abenteuer und Heimat, wie ein Wikingerschiff auf großer Fahrt. Der Erodestruktor ist das Schiff, während die abstrakten Werke, die Spiralen, die verschlungenen Wege oder Chaoswellen, die Wege beschreiben, die zurückgelegten oder die zurückzulegenden.“ Leghissa, der seine Abstraktion nicht als Erscheinung der Moderne, sondern als dem Keltischen entlehnt versteht, arbeitet sich thematisch an der ewigen Wiederkehr ohne Anfang, aber auch ohne Ende ab. Auch dieser Gedanke der „Ewigen Wiederkehr“ schient stark von Nietzsche inspieriert. In diesem Sinne ist er auch um eine Weiterentwicklung des Erodestruktors als eine seiner ersten Figuren bemüht. In diesem Zusammenhang stellte er im März in seiner Galerie Senza Limiti seinen eigenen Bildband "Ein glücklicher Auftrag und die Wiederentdeckung der Erodestruktoren" vor. Dieses Compendium ist als eine Art kunstphilosophischer Neuentdeckung dieses Figurentypus zu lesen.

 

Auch in den nächsten Wochen besteht vielfältige Möglichkeit, den Künstler Remo Leghissa mit Vertretern seiner Zunft zu studieren. Immer Donnerstag und Freitag ist es noch bis zum 24. April möglich seine Ausstellung „Tanz um die Mitte“ zu besuchen, die Leghissa gemeinsam mit dem Landshuter Maler Thomas Ritzer alias Damas ausrichtet. Um die ca. 20 Werke stellt Leghissa zusammen mit Horst Wendland und Peter Schwenk anläßlich der Metallbildhauer-Ausstellung im Innen- und Außenbereich in der Kartause in Buxheim bei Memmingen aus. Der Beginn der Vernissage ist am 17.04. um 19.00 Uhr. Die Ausstellung hat bis zum 17.05. täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Nicht zuletzt durch die Teilnahme Leghissas am Gartenfestival Schloß Schleißheim am Wochenende 24. bis 26. April sowie am Gartenfestival Burg Trausnitz vom 14. bis 27. Mai dürften diese beiden Veranstaltungen nicht allein für Gartenfreunde, sondern mindestens ebenso für kunstsinnige Freiluftfreunde eine Empfehlung sein. - An Gelegenheiten, sich mit diesem Künstler zu befassen, mangelt es auch in der nächsten Zeit ganz offensichtlich nicht im Geringsten.

Letzte Änderung am Dienstag, 07 Februar 2017 20:57
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Seine Kunst kennt keinen Stillstand – Höchste Marktpräsenz bei Remo Leghissa
Quelle: senzalimiti.net

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