Nils Blommér – ein Naturmystiker aus der schwedischen Romantik

Stockholm - Dieser schwedische Maler des frühen 19. Jahrhunderts war ein Spätausläufer der Romantik. Obwohl er seine Hauptschaffenszeit in Paris und Rom verbrachte, war er überaus skandinavisch in seiner Themenwahl, es ging um Naturmystik und Volksglauben, was er in zarter, oft verzaubert wirkender Weise umsetzte. Nicht unbedingt von der Malweise, doch wohl von der Thematik und Stimmung her kann er als Vorläufer nordisch-naturmagischer Künstler wie Fidus oder Theodor Kittelsen betrachtet werden.

Geboren wurde er 1816 als Nils Jakob Olsson im Dorf Blommeröd in der historischen Provinz Schonen im äußersten Süden Schwedens. Zunächst absolvierte er eine Malerlehre in der Stadt Lund; im Alter von rund 20 Jahren begann er, Portraits zu malen und konnte damit erste Erfolge erzielen. 1839 hatte er ein ausreichendes Vermögen, um nach Stockholm zu ziehen und sich an der dortigen Königlichen Kunstakademie einzuschreiben.

In Stockholm nahm er den vom Namen seines Heimatortes abgeleiteten Namen Blommér an. Mehrfach wurde er an der Akademie ausgezeichnet, und in Folge erhielt er 1847 ein großzügiges Stipendium. Zunächst verbrachte er noch eine kurze Zeit in Deutschland, wo er u.a. den Maler Moritz von Schwind kennenlernte. Dessen Darstellungen von Naturgeistern und Märchengestalten hatten einen wesentlichen Einfluß auf sein eigenes Werk. Anschließend ging er nach Paris, wo er an der École des Beaux Arts bei Léon Cogniet weiterlernte.

Nach einiger Zeit in Paris zog es ihn nach Italien; dort heiratete er im November 1852 die Malerin Edla Gustafva Jansson. Viel Zeit, diese Ehe zu leben, blieb ihm indes nicht, denn nur wenige Monate später, im Februar 1853, erlag er in Rom einer Lungenentzündung.

Blommér war inhaltlich stark von Schriftstellern der schwedischen Romantik beeinflußt, etwa Erik Gustaf Geijer, Per Daniel Amadeus Atterbom oder Erik Johan Stagnelius. Die heimatliche schwedische Natur und die dort verorteten Fabelwesen spielten für ihn eine große Rolle; er betrachtete die Natur als beseelt und die Geschöpfe des Volksglaubens für den lebendigen Ausdruck dieser Beseeltheit, entsprechend malte er unter anderem Elfen, Nixen und nordische Götter. Sein Stil war dabei zart, mystisch, lyrisch und empfindsam.

Letzte Änderung am Sonntag, 19 Februar 2017 11:52
Click me
Nils Blommar „Wiesenelfen“ (1850)
Nils Blommar „Wiesenelfen“ (1850)

Kontakt

ARTemis Invest GmbH

Hollerallee 8

D-28209 Bremen

 

Email:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!