Alte Meister kommen in London unter den Hammer

London - Mit mehr als insgesamt 60 namhaften Werken ist man bei der Abendversteigerung am heutigen 9. Juli zur zeit- und themengleichen Auktion des Konkurrenzhauses Christie´s auf Augenhöhe bestückt. Die Versteigerung speist sich überwiegend aus Englands renommiertem Kunstbesitz der Earls und Dukes von Northumberland, dem belgischen Industriellennachlaß von Coppée, und den Sammlungen von Piasecka-Johnson als auch der Earls von Warwick.

Das älteste unter den Hammer kommende Werk ist eine Giovanni da Rimini zugeschriebene Holztafel mit Heiligenszenen und Muttergottes, die um das Jahr 1300 datiert. Darüber hinaus kennzeichnen so manche außergewöhnliche Portraits die Auktion. Zu nennen wäre ein durch George Romney 1775 in Venedig entstandenes mit bis zu drei Millionen Pfund taxiertes Gemälde, das den Schriftsteller Edward Wortley Montagu in osmanischer Tracht zeigt, oder ein Bildnis aus Übersee, für das Gilbert Stuart als Motiv den Mohawk-Häuptling Thayendanegea wählte. Das interessante Bild, das bereits vielfach ausgestellt wurde und zuletzt in New York und Washington zu sehen war, entstand 1786.

 

Aus dem Fundus der im letzten Jahr verstorbenen Barbara Piasecka Johnson entstammen einige Kleinode aus der italienischen Renaissance, worunter sich sogar ein Botticelli einreiht. Mit drei bis fünf Millionen Pfund angesetzt ist allerdings die dramatische Darstellung der Opferung Isaaks im frühbarocken Stil von Bartolomeo Cavarozzi. Höchstpreise werden auch für die flämische Familie Breughel erwartet, zumindest für den Kalvarienberg Pieter Breughels d. J. von 1615, der mit vier Millionen Pfund aufgerufen wird. Doch auch Neffe Jan Breughel ist vertreten, der selbigen Jahres in einer Gemeinschaftsarbeit mit Hendrik van Balen die waldesidyllische Götterzusammenkunft mit so erlauchter Gesellschaft wie Vernus, Ceres und Bacchus schuf. Als Kunsthochkaräter dürfte ein Ölgemälde von Peter Paul Rubens einzustufen sein, dessen Verkündigung aus dem Jahre 1620 zwischen zwei bis drei Millionen Pfund vorgehalten wird.

 

Selbstverständlich steht es London gut zu Gesicht, auch mit britischen Spezialitäten nicht zu geizen, wofür ein frühromantisches Werk Thomas Gainsboroughs sowie ein Bildnis von George Stubbs garantieren. Feststehen dürfte, daß sich die beiden bekanntesten Auktionshäuser dieser Tage in London einen genußvollen Wettbewerb liefern werden, dem internationalen Kunstmarkt bleibende Eindrücke zu hinterlassen.  Und die Öffentlichkeit darf gespannt erwarten, welcher Wert dem guten Geschmack zugemessen werden wird.

Letzte Änderung am Donnerstag, 17 Juli 2014 14:28
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