Der Hamburger Impressionist Arthur Siebelist

Hamburg - In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine ganze von Künstlergruppen, welche sich der Freilichtmalerei widmeten. Die „Jungen Hamburger“ waren eine von diesen; eines ihrer einflußreichsten Mitglieder war der Landschaftsmaler und Porträtist Arthur Sibelist – einflußreich vor allem deshalb, weil er nicht nur selbst malte, sondern auch eine ganze Reihe von Schülern unterrichtete.

Geboren 1870 in Loschwitz bei Dresden, wuchs Siebelist in Hamburg auf. 1884 begann er eine Lehre als Kunstgewerbezeichner im Kunstgewerbehaus Georg Hulbes. 1890 schloß er ein einjähriges Studium an der Kunstgewerbeschule in München an. Die nächsten Jahre waren von zahlreichen Studienreisen geprägt, so ging es nach Amsterdam, Florenz, Rom, Paris, London und Kopenhagen.

 

Nachdem er nach Hamburg zurückgekehrt war, gehörte er zu den Mitbegründern des von Alfred Lichtwark, dem Direktor der Kunsthalle Hamburg, ins Leben gerufenen Hamburgischen Künstlerklubs. Diese Gruppe, auch als „Junge Hamburger“ bekannt, widmete sich vorrangig der impressionistisch geprägten Pleinairmalerei; weitere Mitglieder waren Thomas Herbst, Ernst Eitner, Julius von Ehren, Friedrich Schaper, Arthur Illies und Julius Wohlers.

 

Der umtriebige Lichtwark wurde 1899 Anstifter einer weiteren bedeutenden Gründung, der Hamburger Malerschule. Lichtwark war es, der festgestellt hatte, daß Siebelist nicht nur als Maler, sondern auch als Pädagoge Fähigkeiten besaß, und so begann dieser, Schüler anzunehmen, mit welchen er die Malerei im Freien praktizierte. Zu seinen Schülern gehörten im Laufe der Jahre unter anderem Friedrich Ahlers-Hestermann, Franz Nölken, Fritz Friedrichs und Walter Voltmer.

 

Das hier gezeigte Bild „Meine Schüler und ich“ entstand 1902. Einige besonders begabte Schüler durften auch Mitglieder des Hamburgischen Künstlerklubs werden, und eine seiner Schülerinnen, Gertrud Bulcke, wurde seine Ehefrau. Unterstützung erhielt die Schule Siebelists auch durch den Kunstsammler Ernst Rump, der selbst bei James McNeill Whistler die Kunst der Radierung gelernt hatte und dessen „Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung“ zum Klassiker wurde. Siebelist trat 1905 dem „Hamburger Künstlerverein von 1832“ und später auch dem „Deutschen Künstlerbund“ bei. Überdies begann er, als Buchillustrator zu wirken.

 

1908 zog er mit seiner Familie nach Hittfeld, welches er bereits zuvor mit seinen Schülern regelmäßig zum Malen unter freiem Himmel besucht hatte; er behielt jedoch ein Atelier in Hamburg. Mit dem in seiner Nähe lebenden Leopold von Kackreuth entwickelte sich eine enge Freundschaft. Eine große Ausstellung mit über 100 Werken gab es 1920 in der Hamburger Kunsthalle anläßlich seines 50. Geburtstages. Zahlreiche Arbeiten Siebelists fielen allerdings den Flammen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer; der Künstler selbst starb 1945 in Hittfeld. Sein Sohn Walter (1904-1978) wurde ebenfalls Künstler, er widmete sich der Malerei, Grafik und Bauplastik.

 

Verweise:

http://www.hamburgerpersoenlichkeiten.de/hamburgerpersoenlichkeiten/login/person.asp?reqid=1100
http://galerie-herold.de/de/kuenstler/kuenstler-details/art-info/arthur-siebelist-1870-1945/Artist/
http://www.artnet.de/k%C3%BCnstler/arthur-siebelist/

 

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Arthur Siebelist „Meine Schüler und ich“ (1902)
Arthur Siebelist „Meine Schüler und ich“ (1902)

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