Der amerikanische Impressionist Charles Courtney Curran

Frankfurt am Main - Er war einer der frühen Vertreter des amerikanischen Impressionismus und wie andere Maler dieser Richtung hatte er eine Ausbildung in Frankreich durchlaufen. Anders als die Mehrheit der Impressionisten war er jedoch nicht vorrangig Landschafter; den Schwerpunkt seines Werkes bilden überaus gelungene, lichtvolle und elegante Darstellungen weiblicher Schönheiten.

Wie bei zahlreichen Biographien finden sich auch zu Curran leicht auseinandergehende Angaben. Geboren wurde er jedenfalls 1861 in Hartford, Kentucky; sein Vater soll wahlweise Lehrer oder Handelsvertreter gewesen sein. Die Familie zog schließlich nach Ohio um und ließ sich entweder bereits recht früh oder erst gegen 1880 in Sandusky am Eeriesee nieder.

 

Der bereits früh an Kunst interessierte junge Mann besuchte ab 1881 für ein Jahr die Cincinatti School of Design, worauf er sich nach New York wandte. Dort studierte er parallel an der National Academy of Design sowie bei der Kunststudentenorganisation Art Students League of New York, welche sich seit 1875 als freie Alternative zur Akademie etabliert hatte. In jenen Jahren entstanden bereits einige bemerkenswerte Darstellungen junger Frauen, „Breezy Day“ von 1887 wurde auch von der Akademie ausgezeichnet.

 

An dieser blieb er bis 1887, darauf ging er, auf Empfehlung seiner Dozenten, mit seiner jungen Frau nach Paris, wo er sich an der Académie Julian einschrieb und Unterweisungen der bedeutenden Lehrer Jean-Joseph Benjamin-Constant, Henri Lucien Doucet und Jules-Joseph Lefebvre erhielt. Dort probierte sich Currant bereits in verschiedenen Stilen aus, oft pleinair; sein bevorzugtes Thema blieben dabei jedoch die schönen Frauen, die er bei verschiedenen Tätigkeiten, mit wehenden Kleidern und in freier Natur, leicht, mit lockerem Pinselstrich in impressionistischer Manier auf die Leinwand brachte.

 

Die Pariser Zeit brachte auch öffentliche Anerkennung, so fand sein Beitrag zum Pariser Salon 1890 regen Zuspruch und auch auf der im gleichen Jahr dort stattfindenden Weltausstellung waren Bilder von ihm zu sehen.

 

Mitte 1891 ging Currant mit seiner Familie in die USA zurück. Er hielt sich abwechselnd in New York auf, wo er ein Atelier und mehrere Lehraufträge hatte, und in Ohio, wo er vor allem die Sommerzeit verbrachte. Am Eeriesee experimentierte er mit verschiedenen Richtungen, neben dem Impressionismus versuchte er sich an Tonalismus, Symbolismus und Naturalismus.

 

Ein Wendepunkt kam 1903, als die Familie auf Einladung des Künstlerkollegen Frederick Dellenbaugh erstmals die von Edward Lamson Henry gegründete Künstlerkolonie in Cragsmore besuchte. Deren idyllische Lage auf einer Hochebene in den Shawangunk-Bergen um das Tal des Hudson River, etwa 100 Meilen nordwestlich von New York, brachte Curran dazu, sich dort ein Sommerquartier und Atelier einzurichten.

 

Curran wurde als Künstler, Lehrer und Herausgeber des Künstlerblättchens „Palette and Brush“ zu einer der leitenden Figuren in Cragsmore, und er verbrachte die Sommer dort bis zu seinem Tod in New York 1942. Einige seiner bekanntesten Bilder, etwa das zur Illustration dieses Artikels verwandte „On the Heights“ entstanden in dieser Umgebung. In New York blieb er als Dozent und Mitglied verschiedener Künstlervereinigungen tätig. Überdies reisten Curran und seine Frau ausgiebig, sie besuchten mehrfach Europa und 1936 sogar China.

 

 

Verweise:

http://www.caldwellgallery.com/bios/curran_biography.html

http://www.the-athenaeum.org/art/list.php?m=a&s=tu&aid=1716

Letzte Änderung am Sonntag, 19 Februar 2017 11:53
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Charles Courtney Curran „On the Heights“ (1909)
Charles Courtney Curran „On the Heights“ (1909)

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