Breites Spektrum und erschwingliche Preise bei Jeschke und Van Vliet

München - Ölgemälde, Kohlezeichnungen, und Fotografien, aber auch Bücher und Antiquitäten werden am Wochenende in der Lehrter Straße in Berlin angeboten. Die Bandbreite erstreckt sich über Druckgraphiken und Faksimiles bis hin zu Gemälden vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, die das Auktionshaus Jeschke und Van Vliet am 12. Juli in seinen Räumlichkeiten anbieten. Im Gegensatz zu Christie´s und Sotheby`s bewegen sich die Werke in weitaus erschwinglicheren Preiskategorien, die auch den nicht dem Geldadel angehörigen Kunstfreunden einen Erwerb ermöglichen. Die Taxierungen variieren von 650,- Euro bis in der Spitze 9000,- Euro für das 1920 von Anto Cartes erschaffene Ölgemälde „Musiker“, das als Glanzlicht der Auktion gehandelt wird.

Die Literatur ist nicht allein aufgrund des Bücherangebots ein Thema der Auktion, sondern findet sich mitunter auch als malerisches Motiv wieder, wie beispielsweise an dem Gemälde in Öl „Gretchen im Kerker“ von Karl Joseph Begas im romantischen Stile zu bewundern ist, das auf eine berühmte Faustszene Goethes Bezug nimmt. Weiter bereichern Collagendrucke Giulio Paolinis, Johann Beckmann als Vertreter des 19. Jahrhunderts oder Max Uhlig mit einem Werk von 1998 als zeitgenössischer Repräsentant neben noch anderen die umfangreiche Angebotspalette. Unter diesen anderen erscheint der niederländische Kunstmaler Albert Carel Willink noch gesondert erwähnenswert, der sich im Laufe seiner Entwicklung einem zeitgeistunabhängigem Studium der Techniken vergangener Epochen zuwandte, und dadurch zu der Stilrichtung des Magischen Realismus fand, die seinen Werken einen oftmals melancholisch-pessimistischen Anstrich gab.

 

Durch die acht Werke des gebürtigen Schweizers Carl Christoph Hartig nimmt dieser eine prägende Stellung der Auktion ein, auch wenn seine stilistische Einordnung nicht ganz einfach gelingt, da Hartig ursprünglich vom Impressionismus aus in seinen Arbeiten vielfältige Strömungen der Klassischen Moderne aufgriff und sich darüber hinaus auch von den Fauves und Kubisten inspirieren ließ. Unterrichtet wurde Hartig unter anderem von bekannten Kunstgrößen wie Emile-Othon Friesz, einem Vertreter der Modernen Malerei und des Fauvismus sowie dem Vorreiter der Bewegung Neues Weimar Prof. Ludwig von Hofmann. Dergestalt entstand vielmehr ein nahezu eigener individueller Stil, der allerdings im Alterswerk noch einmal Orientierung an Expressionismus und Neuer Sachlichkeit nahm. Sein 1908 entstandenes Frühwerk „Tanzende Elfen gegen die Abendsonne“ in Kohle und Farbkreide bietet mit einem Ansatz von 650 Euro Gelegenheit zu einem Kunstschnäppchen.

 

Dieser Auktionstag dürfte zwar nicht in einem Maße spektakulär in Erscheinung treten, wie bei den beiden international höchst renommierten Auktionshäusern Londons, jedoch für die Teilnehmer eine nicht minder zu bewertende Befriedigung ihres Kunstgenusses erwarten lassen.

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 17 Juli 2014 14:24
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Breites Spektrum und erschwingliche Preise bei Jeschke und Van Vliet
Quelle: jvv-berlin.de

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