Adolf Stademann – ein Landschafter zwischen alten Meistern und Impressionismus

Frankfurt am Main - Der Münchener Landschaftsmaler Adolf Stademann ließ sich zunächst von den niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts beeinflussen, sein Spätwerk zeigt zusehends impressionistische Anleihen. Bekannt wurde er vor allem durch nächtliche Szenen und Winterlandschaften.

Der 1791 in Berlin geborene Ferdinand von Stadelmann zog 1812 nach München, wo 1824 sein Sohn Adolf das Licht der Welt erblickte. Von 1832 bis 1836 ging er als Regierungsrat und Geheimsekretär des bayerischen Prinzen und nun griechischen Königs Otto nach Griechenland. Er hatte sich nebenbei bereits als Zeichner und Lithograf hervorgetan, und 1841 veröffentlichte er auf 10 Blättern das 1835 vor Ort gezeichnete „Panorama von Athen“, welches sein bekanntestes Werk werden sollte. Bis zu seinem Tod 1873 war er zumeist in München tätig.

 

Der junge Adolf stammte also (um ihn geht es schließlich, und darauf wollten wir eigentlich hinaus) aus einem der Kunst nicht abgeneigten Elternhaus. Er besuchte zunächst das Gymnasium, dann arbeitete er einige Zeit in der Forstwirtschaft. Schließlich studierte er an der Münchener Akademie; seine Lehrer waren der romantische Architektur- und Landschaftsmaler Carl August Lebschée (1800-1877) sowie der Maler, Druckgrafiker und Fotograf Moritz Eduard Lotze (1809-1890).

 

Von Anbeginn malte Stademann bevorzugt ländliche Szenen und Landschaften; von großem Einfluß waren insbesondere die poetischen nächtlichen Szenen Eduard Schleichs des Älteren (1812-1874). Hinzu kam der Einfluß der großen niederländischen Landschaftsmalerei des Goldenen Zeitalters, des 17. Jahrhunderts – seine liebste und erfolgreichste Thematik, die stimmungsvollen Winterlandschaften, bei welchen Figuren nur als Staffage auftauchten, übernahm er von dort.

 

Später allerdings näherte er sich, wobei er sich thematisch weiterhin vorrangig mit der verschneiten Winterwelt und von Mondlicht beleuchteten Nächten befaßte, in technischer Hinsicht dem Impressionismus an; die Arbeiten aus seinen letzten Jahren zeichnen sich durch einen ziemlich lockeren, rohen Pinselstrich bei großer Sorgfalt hinsichtlich der Lichtwirkung aus. 
Adolf Stademann starb 1895 in München. Mehrere seiner Arbeiten befinden sich im Besitz der Münchener Neuen Pinakothek. Sein Sohn Wilhelm hatte gleichfalls angefangen, sich mit der Landschaftsmalerei zu befassen, starb jedoch bereits 1884.

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Adolf Stademann „Eisvergnügen auf zugefrorenem Flusslauf, im Hintergrund Kirchdorf“ (Öl auf Holz, 15 x 22 cm)
Adolf Stademann „Eisvergnügen auf zugefrorenem Flusslauf, im Hintergrund Kirchdorf“ (Öl auf Holz, 15 x 22 cm)

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