Wien - Da auch Kunstwerke inzwischen verstärkt als Kapitalanlage gesehen werden, möchten wir in einer losen Reihe über die Hintergründe der schönen Künste sowie der Kunstökonomie berichten. Gerade für Werke der Stilrichtung des Impressionismus (u.a. die Maler Claude Monet, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir) und des nachfolgenden Postimpressionismus (u.a. Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Emile Bernard) werden auf Auktionen höchste Preise aufgerufen. Die Meisterwerke dieser Zeit gefallen und gelten als eine Art sicherer Hafen zur Kapitalanlage über Generationen.

Das Gemälde "Impression Sonnenaufgang" (Originaltitel: Impression soleil levant) von Claude Monet aus dem Jahre 1872 gilt par Excellene als Beispiel für Werke des Impressionismus. Das Bild zeigt den Hafen von Le Havre im Morgenerwachen. Im Hintergrund liegen Schiffe vor Anker, die im Nebel verschwinden. Im Vordergrund des Bildes sind drei kleinere Fischerboote unklar zu erkennen. Auf dem Wasser bricht sich das Licht der aufgehenden Sonne.

Frankfurt am Main - Die "Sternennacht" (Originaltitel auf Niederländisch "De sterrennacht") ist sicher eines der bekanntesten Gemälde des niederländischen postimpressionistischen Künstlers Vincent van Gogh (1853 bis 1890). Kunstkenner streiten aber bis heute, ob das 73,7 × 92,1 cm große Bild, im Juni 1889 im französischen Saint-Rémy-de-Provence entstanden, noch dem Postimpressionismus zuzurechnen ist, oder mit diesem Gemälde bereits der frühe Expressionismus seinen ersten Akzent fand. Das Bild befindet sich seit 1941 im Besitz des New Yorker Museum of Modern Art. Es ist in der damals typischen Ölfarbe auf Leinwand aufgetragen worden.

Frankfurt am Main - Neben dem Gemälde "Der Astronom", das im Pariser Louvre ausgestellt ist, bildet das von Johannes Vermeer zwischen 1668 und 1669 geschaffene Werk "Der Geograph" ein Kunstpaar. Das 53 Zentimeter hohe und 46,6 Zentimeter breite Ölgemälde zeigt einen Geographen bei seinem Handwerk. Es war die Zeit der Vermessung der Welt. Geographen und auch Astronomen wirkten allein schon bei der Betrachtung ihrer Arbeit spektakulär.

Frankfurt am Main - Dieser Künstler hat es zu Lebzeiten auch wirtschaftlich geschafft! Gerhard Richter, geboren am 09. Februar 1932 in Dresden, ist einer der renommiertesten deutschen Maler und Bildhauer der Gegenwart. Er war von 1971 bis 1993 Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Bei Gerhard Richter kann man sich nie sicher sein, ob seine oftmals verwischten Bilder nun Ausdruck einer Augenschwäche des Betrachters sind, oder aber auf einer fotografischen Spielerei beruhen. Im November 2000 erreichte sein Gruppenbild "Der Kongress" (Professor Zander) aus dem Schaffensjahr 1965 bei Christie`s ein Auktionsergebnis von 4,95 Millionen US-Dollar. In den darauf folgenden Jahren setzte sich der kommerzielle Erfolg des Künstlers auf internationalen Auktionen fort. So wurde beispielsweise das Gemälde "Zwei Liebespaare" aus dem Jahr 1966 gleichfalls bei Christie's für 9,77 Mio. Euro verkauft, während das Bild "Kerze" (1983) beim Auktionswettbewerber Sotheby´s im Februar 2008 sogar 10,57 Mio. Euro ihm einbrachte. Gerhard Richter ist derzeit der absolut teuerste lebende Maler in Deutschland. Gemäß den Angaben des Wirtschaftsfachblatts "Manager Magazin" zählt Gerhard Richter mit einem Vermögen von etwa 200 Millionen Euro zu den 500 reichsten Bundesbürgern.

London - Mit mehr als insgesamt 60 namhaften Werken ist man bei der Abendversteigerung am heutigen 9. Juli zur zeit- und themengleichen Auktion des Konkurrenzhauses Christie´s auf Augenhöhe bestückt. Die Versteigerung speist sich überwiegend aus Englands renommiertem Kunstbesitz der Earls und Dukes von Northumberland, dem belgischen Industriellennachlaß von Coppée, und den Sammlungen von Piasecka-Johnson als auch der Earls von Warwick.

Frankfurt am Main - Édouard Manet ist eine zentrale Persönlichkeit der Pariser Kunstszene Mitte des 19. Jahrhunderts. Der offizielle Kunstkanon seiner Zeit vermochte den sehr beschwingten Stil der Pleinairmalerei des Impressionisten noch nicht zu schätzen. Doch Édouard Manet wurde zu einer Ikone der jungen Avantgarde seiner Zeit. Er verfeinerte den Realismus von Gustave Courbet, grenzte sich aber von der oft zu freien Gestaltungsliebe der anderen Impressionisten ab. "Die Krocketpartie" ist dafür ein typisches Gemälde aus dem Jahre 1873. Es befindet sich heute im Städel-Kunstmuseum in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main - Eine der speziellen Kostbarkeiten des Frankfurter Kunstschatzes Städel-Museum ist das Gemälde von Lyonel Feiniger "Dorfteich von Gelmeroda" aus dem Schaffensjahr 1922. Das Kunstwerk (Öl auf Leinwand, 86 auf 112 cm) kam 1966 zum 150jährigen Bestehen des Städel Museums als Schenkung der Farbwerke Hoechst AG in die Sammlung.

Frankfurt am Main - Max Carl Friedrich Beckmann (* 12. Februar 1884 in Leipzig; † 27. Dezember 1950 in New York City) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Maler, Graphiker und Bildhauer. Nun wurde über das Leben und Wirken des Max Beckmann auch Kinofilm gedreht. Der Regisseur Michael Trabitzsch lädt in seinem Streifen "Max Beckmann - Departure" zu einer gut illustrierten Reise zu den Hauptwerken des "mythenschaffenden Malers" ein.

Frankfurt am Main - Es gibt nur wenige Werke der neueren Kunst, die so wirkungsvoll und wuchtig auf den Betrachter wirken wie "Die Horde" von Daniel Richter. Erst im Jahre 2007 hat er das Gemälde angefertigt.

München - Noch bis zum 31. Juli ist im Münchner Haus des Deutschen Ostens eine sehenswerte Ausstellung zu besichtigen, die dem 130. Geburtstag des siebenbürgischen Malers, Zeichners und Kunsttheoretikers Eduard Morres (1884 – 1890) gewidmet ist. Das Ausstellungskonzept unter dem Motto „Reflexe in Licht und Schatten“ orientiert sich sowohl am Jubilar selbst als auch an seiner kunsthistorischen Bedeutung für die Freilichtmalerei, die vor allem in Frankreich nach wie vor bewußt ist.

Frankfurt am Main – Lange Zeit galt die Portraitmalerei als etwas altbacken und aus der Mode gekommen. Während in früheren Zeitepochen die Wiedergabe des eigenen Bildes eine wichtige Kunst war, verlor spätestens mit der Farbfotografie und den Massenmöglichkeiten der heutigen Digitalfotografie diese malerische Anforderung an Nachfrage.
Doch ein gemaltes Portrait ist nicht nur ein Bildnis seiner selbst oder ein mit Farbe und Pinsel festgehaltener Schnappschuß – es ist mehr!

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