Düsseldorf - Ein Maler der Düsseldorfer Akademie, welcher sich einerseits vom akademischen Klassizismus der Älteren Düsseldorfer Schule entfernte, ohne dabei in die vornehmlich der Landschaftsmalerei verschriebene Jüngeren Düsseldorfer Schule zu passen, war Peter Joseph Wilms. Sein bevorzugtes Sujet war das Stilleben, und in diesem brachte er zur Meisterschaft.

Hamburg - In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine ganze von Künstlergruppen, welche sich der Freilichtmalerei widmeten. Die „Jungen Hamburger“ waren eine von diesen; eines ihrer einflußreichsten Mitglieder war der Landschaftsmaler und Porträtist Arthur Sibelist – einflußreich vor allem deshalb, weil er nicht nur selbst malte, sondern auch eine ganze Reihe von Schülern unterrichtete.

München - Besonders bekannt ist Heinrich Campendonk für seine Glasmalerei, welche einen bedeutenden Teil seines Werks darstellt. In das Licht der Öffentlichkeit rückte er durch einen Kunstskandal, als das ihm zugeschriebene „Rote Bild mit Pferden“ sich als meisterliche Fälschung herausstellte. Dabei ist sein Werk insgesamt überaus beachtlich, von den noch impressionistisch beeinflußten Anfängen über seine Zeit beim „Blauen Reiter“ und den rheinischen Expressionisten bis zu den späten Fenstermalereien.

Frankfurt am Main - Seine Ursprunge hatte er im späten Impressionismus und Postimpressionismus, danach wanderte er durch sämtliche Territorien der modernen Kunst, von Fauvismus und Expressionismus bis Futurismus und Kubismus. Neben Piet Mondrian dürfte er der vielseitigste Maler der niederländischen Moderne gewesen sein.

Frankfurt am Main - Er gehörte zu den bedeutendsten deutschen Maler des späten 19. und frühen 20. Jahrunderts: Leopold Kalckreuth wird der naturalistischen Richtung des Realismus zugerechnet, bediente sich jedoch gerne impressionistischer Technik, und schuf Porträts, Genrebilder, Hafenansichten und Landschaften, die in ihrer verhaltenen Melancholie nichts von ihrem Reiz verloren haben.

Den Haag - Ein recht gediegener Landschafter war der aus Den Haag stammende Jacob Maris. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der „Haager Schule“, jener bei aller Eigenständigkeit dem Impressionismus zugeschlagenen Strömung der Malerei, und verband in seinen Werken die Tradition der alten Meister des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei mit dem eher rauhen Stil der Freilichtmaler von Barbizon.

Budapest - Wenn auch deutscher Herkunft, so wurde Károly Lotz doch als akademischer Maler Ungarns zu einer Größe. Zwischen Barock, Romantik und Realismus bewegen sich seine Landschaften, historischen und mythologischen Szenen; zudem war er ein ganz außergewöhnlich begabter Porträtist.

Frankfurt am Main - Einer der Wegbereiter der Moderne in Ungarn war der Kunsterzieher, Maler und Politiker Pál Szinyei Merse. In seinen eigenen Arbeiten bewegte er sich zwischen Realismus und frühimpressionistischen Ansätzen, überdies entfaltete er eine leidenschaftliche Tätigkeit als Lehrer und Förderer einer jüngeren Künstlergeneration.

Prag – Jugendstil, Art Nouveau – die tschechische Hauptstadt ist bekanntermaßen das Paradies für Liebhaber dieser magischen Kunstepoche. Der Gang durch die Altstadt konfrontiert den kunsthistorisch Interessierten mit dekorativem Stuck, eleganten Wandbemalungen, sogar ganzen Gebäudeanlagen, welche sich des Stils einer Zeit, in der Ästhetik sich noch nicht verstecken mußte, bedienen. Pflichtbesuch ist da natürlich das Museum, welches dem wohl bekanntesten Vertreter des tschechischen Jugendstils gewidmet ist.

Metz - Ein Meister dramatischer Seestücke im 18. Jahrhundert war der Franzose Claude Joseph Vernet. Seine bekanntesten Arbeiten dürften die von ihm aufgrund eines offiziellen Auftrags geschaffenen Darstellungen der verschiedenen Häfen Frankreichs sein.

Frankfurt am Main - Ein sehr eigenständiger und faszinierender Künstler war der Amerikaner Maurice Brazil Prendergast. Dieser schuf einen Stil, welcher sichtlich vom Impressionismus beeinflußt war, doch sich eigene Regeln setzte. Die aus fein abgestimmten Farbtupfern mosaikartig zusammengesetzten Aquarelle führen heute zu seiner Einordnung in der doch sehr verschiedenartigen Gruppe der Postimpressionisten.

Frankfurt am Main - Er begann unter dem Banner eines französisch geprägten Impressionismus, verwarf diesen Stil jedoch bald und wurde zu einem der prägenden Vertreter eines neuen, vor allem das Leben der Stadt darstellenden amerikanischen Realismus, der New Yorker Ashcan School. Einen wesentlichen Teil seines Werkes stellen Porträts dar.

Frankfurt am Main - Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert sah im böhmischen Raum eine Blüte mystisch geprägter Malerei. Symbolismus und Jugendstil waren die kaum zu trennenden Richtungen; bekannte Vertreter waren Viktor Oliva, Alfons Mucha, František Kobliha oder eben Franz Dvorak.

Potsdam - Noch bis Anfang Oktober soll die Sonderausstellung des Potsdamer Museums Barberini zu den Anfängen der amerikanischen Moderne laufen. Gezeigt werden 68 Gemälde aus der Sammlung des Mäzens und Kunstkritikers Duncan Phillips, welche die stilistische Entwicklung der Malerei jenseits des großen Teiches vom späten 19. bis zum Ende der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachvollziehen.

Frankfurt am Main - Joseph DeCamp gehört ohne Zweifel zu den bekannteren Namen des amerikanischen Impressionismus und des diesem verwandten Tonalismus. Dabei ist ein gewaltiger Teil seines Werkes verloren gegangen – erhalten sind vor allem seine späteren Porträts, unwiederbringlich zerstört sind seine frühen Landschaftsgemälde.

Frankfurt am Main - In Joachim Fernaus hervorragendem Standardwerk „Lexikon alter Malerei“ findet sich Adam Willaerts lediglich im Artikel zu Hendrik Vroom in einem Satz erwähnt, der deutschsprachigen Wikipedia ist er bislang keinen Artikel wert. Dabei war der Marinemaler Adam Willaerts ein sehr fähiger Vertreter des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei – im Grunde ist dies wohl lediglich ein Beleg dafür, wie viele Künstler von Rang diese Epoche hervorgebracht hat.

Frankfurt am Main - Es ließe sich mit einer gewissen Berechtigung behaupten, daß es mit Teilen des Frühwerks von Adolph Menzel (etwa „Das Balkonzimmer“ von 1845 als bekanntestes Beispiel) in Deutschland eine impressionistische Malerei gegeben hatte, bevor diese in Frankreich Gestalt und Namen gewann. In Paris wurde diese Rolle Menzels auch durchaus anerkannt. Als tatsächliche Bewegung gab es den Impressionismus in Deutschland dennoch erst als de-facto-Reimport. Gotthardt Kuehl war einer der frühen Vertreter dieser Strömung, als er zum Ende des 19. Jahrhunderts einen französisch geprägten Stil in Dresden aufleben ließ.

Frankfurt am Main - Adrian Ludwig Richter ist zu den herausragenden bildenden Künstlern der späten deutschen Romantik und des Biedermeier zu zählen. Er hinterließ Zeichnungen, Gemälde und Stiche, wobei ihm insbesondere seine als Buchillustrationen gefertigten Holzschnitte eine über seine Lebenszeit hinausgehende Bekanntheit sicherten.

Frankfurt am Main - Der aus Flandern stammende und in den Niederlanden zur Berühmtheit gewordene Roelant Savery wirkte an der Schwelle vom Manierismus zum Goldenen Zeitalter des niederländischen Barock. Seine mit Unmengen an Tieren ausstaffierten Landschaften kommen uns recht exzentrisch vor. Bemerkenswert ist vor allem auch das mehrfache Vorkommen des mittlerweile ausgestorbenen Riesenvogels Dodo.

Frankfurt am Main - Im Spannungsfeld zwischen deutscher und dänischer Kultur und Staatlichkeit stand der Maler Blunck, welcher sich mit Historienmalerei, Genreszenen, Porträts und religiösen Motiven befaßte. Er gilt als einer der bedeutenden Vertreter der Malerei des Dänischen Goldenen Zeitalters, der kulturellen Blüte Dänemarks in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei kann seine Biographie als Kristallisation damaliger deutsch-dänischer Identitätsfragen gesehen werden.

Frankfurt am Main - Sein Werk ist nicht sehr umfangreich und weit in verschiedenen Sammlungen und Museen verstreut, sein Name ist heute nur noch wenigen bekannt. Dennoch kann Karl Buchholz als einer der interessantesten deutschen Landschaftsmaler seiner Zeit betrachtet werden, als früher Vertreter des deutschen Impressionismus.

Erfurt - Es begann damit, daß ein bedeutender Sohn der Stadt, der Maler Friedrich Nerly d.Ä., 1878 in Venedig verstarb. Sein Sohn Friedrich Paul Nerly (1842-1919) vermachte 1883 auf Anregung eines weiteren Erfurter Künstlers, seines Cousins, des Historienmalers Eduard vom Hagen (1834-1909) den gesamten künstlerischen Nachlaß der Stadt. Dieser Nachlaß wurde die Basis für die Gründung des Erfurter Kunstmuseums am Anger.

Frankfurt am Main - Die Romantik hatte bekanntermaßen eine überaus dunkle Seite, welche sich mit dem Übernatürlichen, Mystischen, Verruchten befaßte, diese „Schwarze Romantik“ gebar in der Literatur den Schauerroman bzw. die Gothic Novel (E.T.A. Hoffmann, E.A. Poe, Ann Radcliffe usw. fallen einem dabei ein), doch fand auch in der Malerei ihren Niederschlag. Einer der prägnantesten Vertreter dieser Strömung war der Belgier Antoine Joseph Wiertz. Dieser Sonderling kann auch als früher Protagonist des Symbolismus gesehen werden.

Frankfurt am Main - Der Franzose Maurice Sand war ein echter „Hansdampf in allen Gassen“. Bekanntheit errang er vor allem als Schriftsteller, doch versuchte er sich auch als Biologe (mit dem Schwerpunkt Entemologie), Geologe, im Marionettentheater sowie als Maler und Illustrator. Sein kleiner Beitrag zur bildenden Kunst macht ihn auch für unsere miniaturbiographische Reihe interessant.

Frankfurt am Main - Einer der bedeutendsten und interessantesten kanadischen Maler des frühen 20. Jahrhunderts war mit Sicherheit Clarence Gagnon. Irgendwo zwischen (Post-)Impressionismus und anbrechender Moderne fand er einen ganz eigenen, zurückhaltenden, doch ungemein dekorativen Stil, in welchem er mit Vorliebe kleinere Landschaftsausschnitte auf die Leinwand brachte.

Frankfurt am Main - Äußerst spärlich sind die verfügbaren Informationen über Leben und Werk des flämischen Malers Jacques van Gingelen, welcher sich insbesondere mit Landschaften sowie der Marinemalerei befaßte. Die zwischen Realismus und Romantik zu verortenden Arbeiten sind allerdings durchaus gelungen und so werden wir uns doch an einem Kurzporträt versuchen.

Frankfurt am Main - Er begann im Umfeld des Arts and Crafts Movement und der Präraffaeliten und wurde später zu einem der herausragenden Vertreter eines akademischen Klassizismus in England. Seine in antike Szenerien gesetzten Frauengestalten wirken auch heute noch überaus vornehm.

Frankfurt am Main - Der US-amerikanische Landschafts- und Marinemaler William Trost Richards gehörte zur zweiten Generation der Hudson River School. Ursprünglich von der romantischen Auffassung früherer Vertreter dieser Schule wie auch der Düsseldorfer Akademie beeinflußt, wandte er sich mit der Zeit zusehends einer realistischen, beinahe fotorealistischen, Darstellung zu, wobei er, wie die Luministen, auf die Wirkung des Lichtes besonderen Wert legte.

Frankfurt am Main - Die Marinemalerei ist eine Sparte für sich. In der gegenwärtigen Kunst kaum noch beachtet und weitgehend unter Kitschverdacht gestellt, läßt sich doch nicht bestreiten, daß zahlreiche fähige, sogar große Künstler sich dieses Gebietes angenommen hatten. Zu den bedeutendsten Vertretern gehört sicher der Franzose Théodore Gudin, der sich mit stimmungsvollen Marine- und Seebildern, die sich zwischen Romantik und Realismus bzw. Naturalismus bewegten, einen Namen machen konnte.

Frankfurt am Main - Im Internet-Lexikon Wikipedia findet sich zu ihm nur ein sehr dürftiger Eintrag, wo er als Politiker der Tories gehandelt wird. Allerdings wird dabei die sicher wesentlichere Seite seines Lebens außer Acht gelassen, denn dieser Mann war zudem oder vor allem einer der Pioniere der Kunstfotografie in Großbritannien.

Frankfurt am Main - Aus dem italienischsprachigen Teil der Schweiz stammend, errang der Maler, Zeichner und Druckgrafiker Carlo Bossoli seine ersten größeren Erfolge bemerkenswerterweise in der Ukraine. Später ging er nach Italien und wurde dort mit seinen überaus präzisen Darstellungen zu einem Chronisten des Zeitgeschehens, der sich, von modernen Strömungen recht unbeeindruckt, an der klassischen Historien- und Vedutenmalerei orientierte.

Frankfurt am Main - Er war polnischer Herkunft, entfaltete seine schöpferische Tätigkeit jedoch in Rußland, wo er in einem recht eigenen, lockeren und üppigen Stil, angeregt durch den russischen Realismus und westliche Impressionisten, die Landschaften Rußlands festhielt.

Frankfurt am Main - Das Deutschland des 19. Jahrhunderts hat eine ganz gewaltige Zahl begabter Maler hervorgebracht. Viele von ihnen sind heute weitgehend der Vergessenheit anheimgefallen und Informationen sind allenfalls spärlich verfügbar. Wir werden hier immer mal wieder den einen oder anderen dieser Künstler vorstellen; heute soll es um den bayerischen Landschafts- und Architekturmaler Ferdinand Knab gehen.

Frankfurt am Main - Der Münchener Landschaftsmaler Adolf Stademann ließ sich zunächst von den niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts beeinflussen, sein Spätwerk zeigt zusehends impressionistische Anleihen. Bekannt wurde er vor allem durch nächtliche Szenen und Winterlandschaften.

Frankfurt am Main - Ernest de Chamaillard war einer der Freilichtmaler, welche sich der Künstlerkolonie im bretonischen Dorf Pont-Aven mit ihrem zweifelsohne bekanntesten Vertreter Paul Gauguin anschlossen. Den Schwerpunkt seiner Arbeiten bilden eher zurückhaltende, impressionistisch beeinflußte Landschaftsgemälde.

Frankfurt am Main - Wie so mancher Vertreter seiner Generation war der spätromantische Maler Friedrich Nerly von der Italiensehnsucht gepackt. Populär wurde er vor allem mit seinen Stadtansichten Venedigs. Sein zu guten Teilen der Mode der Zeit geschuldeter Ruhm verblaßte nach dem Tode rasch, doch wer romantische Malerei zu schätzen weiß, wird Nerlys Werk auch aus heutiger Perspektive noch beachtenswert finden.

Amsterdam - Der niederländische Maler Johannes Bosboom wurde vor allem durch Außen- und Innenansichten von Kirchen in Form von Aquarellen und Ölgemälden bekannt. Besondere Meisterschaft errang er im Umgang mit dem Licht, und so wurde er einer der Wegbereiter der Haager Schule.

Frankfurt am Main - Wie angekündigt erscheint hier nun die Fortsetzung unseres Interviews mit der polnischen Malerin Magdalena Nałęcz, welche bereits ein äußerst vielseitiges und recht mystisches Werk geschaffen hat, das wir unseren Lesern dringend ans Herz legen möchten.

Frankfurt am Main - Der schwedische Maler Carl Fredrik Hill zog seine Inspirationen aus der Freilichtmalerei der Schule von Barbizon, und auch von Camille Corot ließ er sich beeinflussen, dementsprechend malte er mit Vorliebe Landschaften, welche sich dem Impressionismus bzw. Protoimpressionismus zurechnen lassen. Kunstgeschichtliche Bedeutung gewann er vor allem durch seine späten Zeichnungen, mit welchen er unbewußt zum Avantgardisten wurde.

Frankfurt am Main - Eine äußerst vielseitige Malerin aus unserem östlichen Nachbarland ist Magdalena Nałęcz. Bei aller Verschiedenheit ihrer Arbeiten schwingt stets darin eine mystische Stimmung mit. Wir fanden, daß ihr Werk unbedingt mehr Beachtung in Deutschland verdient und haben ihr einige Fragen gestellt, die sie ausführlich beantwortet hat, so daß wir uns entschieden haben, das sehr lesenswerte Interview in mehreren Teilen zu veröffentlichen. Hier nun der Anfang...

Amsterdam - Der niederländische Landschaftsmaler Andreas Schelfhout orientierte sich zunächst am Stil der alten Meister des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei, entdeckte – etwas verspätet – die Romantik und wurde einer ihrer herausragenden Vertreter, der selbst nicht ohne Einfluß auf jüngere Maler blieb.

Frankfurt am Main - Innerhalb der Irischen Renaissance, welche im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine Wiedergeburt einer authentisch irischen Kultur anstrebte, gehörte er zu den bedeutendsten Intellektuellen. George William Russell, der oft das Pseudonym Æ nutzte, war Dichter, Journalist, theosophischer Mystiker und leidenschaftlicher Patriot – überdies hat er jedoch ein zwar weniger bekanntes, doch durchaus reizvolles malerisches Werk geschaffen.

Frankfurt am Main - Er brachte den Impressionismus nach Australien und war Begründer und Schlüsselfigur der „Heidelberg School“. Tom Roberts ist als einer der wichtigsten australischen Landschaftsmaler zu werten und war zumindest einer der ersten, welche sich schwerpunktmäßig der dortigen Landschaft und Pflanzenwelt verschrieben.

Frankfurt am Main - Er gilt weithin als der größte amerikanische Landschaftsmaler seiner Zeit. Anfangs vor allem von der romantischen Hudson River School geprägt, nahm er mit der Zeit Einflüsse der französischen Schule von Barbizon auf und bewegte sich schließlich zusehends in eine tonalistische bis proto-impressionistische Richtung.

Frankfurt am Main - Schlagartig berühmt wurde er 1819 mit einem auf dem Pariser Salon unter dem Titel „Szene eines Schiffbruchs“ ausgestellten Gemälde, welches eigentlich „Das Floß der Medusa“ hieß und einen Skandal auslöste. Es wurde zu einem wichtigen Markstein der französischen Romantik, zu deren Pionieren er zählte, obwohl sich hierin bereits der Übergang zum Realismus ankündigte. Ungeachtet seines kurzen Lebens schuf Géricault ein für die französische Malerei überaus bedeutendes Werk.

Frankfurt am Main - John Collier war zum einen als Schriftsteller recht erfolgreich, vor allem aber war er (und darum geht es an dieser Stelle natürlich) einer der führenden Vertretern der präraffaelitischen Bewegung und seinerzeit einer der beliebtesten britischen Porträtisten. Seine Arbeiten sind von einem starken Ästhetizismus geprägt, und der Betrachter, je nach eigener Seelenlage, mag sie wahlweise als Kitsch oder Magie empfinden.

Frankfurt am Main - Ein Zeitgenosse der Post- und Neoimpressionisten und ebenfalls zum Teil von impressionistischen Strömungen beeinflußt, doch im Wesentlichen als Realist zu betrachten, war Henri-Lucien Doucet. Er malte unter anderem Historienbilder und Genreszenen. Mit letzteren hatte er seine größten Erfolge, doch auch seine zahlreichen Portraits, oft Pastelle, waren sehr beliebt. Zudem tat er sich als Lehrer an der Académie Julian hervor.

Frankfurt am Main - Geboren wurde sie 1849 als Anthonie Tscherning in Kopenhagen; Anthonore war ein Rufname. Der Vater, Anton Fredrik Tscherning (1795–1874), war als Politiker und Offizier eine bekannte Persönlichkeit, 1848 sogar dänischer Kriegsminister geworden. Ihre Mutter Eleonore Christine (1817–1890) stammte aus der ebenfalls im militärischen Bereich hervorgetretenen Familie von Lützow und hatte sich zunächst als Blumenmalerin versucht, war später jedoch zur Landschaftsmalerei gewechselt. Blumenmalerin werden sollte auch ihre Schwester Sara Brigitte Ulrik (1855–1916).

Frankfurt am Main - Er war Australier und Impressionist, stand jedoch kaum in einer Verbindung mit der Hauptströmung des australischen Impressionismus, der sogenannten „Heidelberger Schule“, denn der Schwerpunkt seines Wirkens lag in Europa, speziell in Frankreich. Dort jedoch gewann er den Respekt von Künstlerkollegen wie Claude Monet, Vincent van Gogh und vor allem Henri Matisse, den er nachhaltig beeinflußte.

Frankfurt am Main - Der australische Maler John Campbell Longstaff errang seine Erfolge hauptsächlich als hervorragender Porträtist und Kriegsmaler. Stilistisch stand er in erster Linie unter dem Einfluß der akademischen Malerei und alter Meister, modernere Strömungen hinterließen nur leichte Spuren.

Er war einer der herausragendsten Künstler am Anbruch der spanischen Moderne. Ein akademisch-klassischer Hintergrund hinderte ihn nicht am ungezwungenen Experimentieren mit impressionistischen Techniken. Sein Werk umfaßte Skulpturen, Plakate, Druckgraphiken, Buchillustrationen; besondere Bedeutung erlangten jedoch seine historischen Gemälde.

Paris - Ein Maler der französischen Spätromantik war Charles-Antoine Cambon. Der Schwerpunkt seiner Arbeit war die Bühnenbildnerei (Szenographie). Mit seinem Schaffen für zahlreiche Theater bzw. Opernhäuser in Frankreich und anderen Ländern Europas erwarb er seinerzeit großen Ruhm. Leider ist von seinen originalen Arbeiten kaum noch etwas erhalten.

Los Angeles - Er hat ein vielseitiges Oeuvre hinterlassen, welches unter anderem romantische Landschaften, zauberhafte Architekturstudien und gediegene Stilleben umfaßt. Bei jedem dieser Sujets huldigte der britisch-amerikanische Maler Edwin Deakin in feinfühliger Weise der malerischen Schönheit.

Frankfurt am Main - Eine Reihe norwegischer Maler ließen sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts an der Königlich-Preußischen Kunstakademie in Düsseldorf ausbilden. So erfuhren sie ihre Prägung durch die Düsseldorfer Malerschule, und die dort vermittelten spätromantischen Auffassungen verbanden sie mit ihrem eigenen norwegischen Hintergrund. So entstand in der Malerei die norwegische Nationalromantik; zu deren frühen Vertretern gehörten unter anderem Hans Fredrik Gude, Adolph Tidemand und der etwas jüngere Peter Nicolai Arbo, ein Historienmaler, der einige der bekanntesten Gemälde zur nordischen Mythologie schuf.

Stockholm - Dieser schwedische Maler des frühen 19. Jahrhunderts war ein Spätausläufer der Romantik. Obwohl er seine Hauptschaffenszeit in Paris und Rom verbrachte, war er überaus skandinavisch in seiner Themenwahl, es ging um Naturmystik und Volksglauben, was er in zarter, oft verzaubert wirkender Weise umsetzte. Nicht unbedingt von der Malweise, doch wohl von der Thematik und Stimmung her kann er als Vorläufer nordisch-naturmagischer Künstler wie Fidus oder Theodor Kittelsen betrachtet werden.

Frankfurt am Main - Er war einer der frühen Vertreter des amerikanischen Impressionismus und wie andere Maler dieser Richtung hatte er eine Ausbildung in Frankreich durchlaufen. Anders als die Mehrheit der Impressionisten war er jedoch nicht vorrangig Landschafter; den Schwerpunkt seines Werkes bilden überaus gelungene, lichtvolle und elegante Darstellungen weiblicher Schönheiten.

Krakau - Einer der führenden Vertreter der Bewegung „Junges Polen“, welche etwa als polnische Entsprechung des Jugendstils betrachtet werden kann, war Stanisław Wyspiański. Der sehr vielseitige Künstler (er malte und zeichnete nicht nur, sondern dichtete auch, schrieb Theaterstücke und entwarf Möbel und Kirchenfenster) war unter anderem von Gauguin und den Nabis, dem französischen Art Nouveau und Edvard Munch beeinflußt.

Berlin - Mit Petra Rintelen hat sich die artfein GALLERY in Berlin-Kreuzberg eine Könnerin der kleinen Form, insbesondere des Stillebens, ins Haus geholt. In ihrer neuen Ausstellung „Bedingte kleine Welt“ zeigt sie ihre Beherrschung der fein nuancierten, verhaltenen Töne.

Potsdam – Das erst kürzlich eröffnete Museum Barberini am Alten Markt in Potsdam zeigt zum Einstieg zwei überaus gediegene Sonderausstellungen. Über „Klassiker der Moderne“ schrieb die ART-DEPESCHE vor einigen Tagen; im heutigen Beitrag geht es um die zeitgleich stattfindende Schau „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“. Unser Fazit gleich vorab: es lohnt sich.

Vaduz - Ein historisches Psalmbuch, 409 Seiten, beidseitig mit Hand beschrieben, 58 Seiten mit Gemälden und Zeichnungen, aus Leinen, Papier, Leder stehen im Angebot.

Potsdam - Das erst kürzlich neu eröffnete Museum Barberini in Potsdam beginnt sein Dasein mit zwei überaus hochkarätigen Ausstellungen, die hier in zwei getrennten Artikeln vorgestellt werden sollen. Die erste firmiert unter dem Titel „Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky“ und wird noch bis zum 28. Mai 2017 zu besichtigen sein.

Frankfurt am Main - Die YAJUN WINTORP Media GmbH übernimmt ab Februar 2017 das aktive Geschäft der verbundenen ARTemis Invest. Es ist uns gelungen, mit erfolgreichen ersten Markenverkäufen den regelmäßigen monatlichen Finanzmittelzufluß auf die nächsten 5-10 Jahre zu sichern. Damit ist die YAJUN WINTORP Media durchfinanziert, auf weiteres Wachstum ausgerichtet und verwaltet aus Effizienzgründen Rechte und Eigentumsansprüche der ARTemis Invest.

München - In Osteuropa gibt es künstlerisch viel zu entdecken. Alle paar Schritte stößt der Kunstinteressierte auf in ihrer Heimat angesehene Größen, die hierzulande wenig Beachtung finden. Gleichzeitig gibt es einen blühenden Untergrund mit zahlreichen interessanten Protagonisten. Die Grenzen zwischen traditioneller und moderner Kunst sind viel schwächer gezogen als im westlichen Europa, was zu bisweilen bemerkenswerten Ergebnissen führt. Eine vielversprechende junge Malerin und Designerin zwischen heimatlicher Verwurzelung und mondänem Experimentiersinn ist Anastasia Velikanova.

Berlin - Wie die Berliner Gemäldegalerie mitteilte, sind die Vorbereitungen für die für den Herbst dieses Jahres geplante Botticelli-Ausstellung im vollen Gange. Ab dem 24. September 2015 sollen erstmals auch zwei Gemälde des Florentiner Malers Sandro Botticelli (1445-1510) gezeigt werden, die bisher im Depot lagerten.

München - Der Metallbildhauer und Skulpturenkünstler Remo Leghissa leidet an keiner Unterauslastung. Er erschafft und präsentiert Werke für unterschiedlichste Gelegenheiten und arbeitet an stets neuen Projekten. Es sind auch keine Kleinevents, auf denen Leghissa vertreten ist, sondern publikumswirksame Veranstaltungen, wie beispielsweise das zweimal jährlich stattfindende mehr als 100 Künstler umfassende Kulturfestival im Münchner Norden.

Gotha - Im Zuge der Thüringer Cranach-Offensive zeigt das Wartburgmuseum bei Eisenach 101 Lutherdarstellungen aus fünf Jahrhunderten. Der Fokus liegt dabei ebenso wie in den anderen Ausstellungen in Weimar und Gotha auf den Künstlern Cranach – beziehungsweise deren Werkstatt.

Hamburg - Anläßlich des 25-jährigen Jubiläums wird bis zum 12. Juli 2015 in den frisch renovierten Deichtorhallen in Hamburg die Ausstellung „Picasso in der Kunst der Gegenwart“ gezeigt. Originale des spanischen Malers selbst befinden sich nicht unter den rund 200 Arbeiten, sondern es handelt sich lediglich um Kopien, Reflexionen und Interpretationen von etwa 90 verschiedenen zeitgenössischen wie auch modernen Künstlern, die sich an Werk und Person Pablo Picassos abarbeiten. Jedoch wird selbst unter diesen Künstlerkreisen dem Spanier nicht nur uneingeschränkte Bewunderung zuteil. Intendant Dirk Luckow bezeichnet die Schau als die komplexeste in der Geschichte der Deichtorhallen.

Maastricht - Die 1989 als Kunstmesse für Altmeister gegründete TEFAF hat noch dieses Wochenende, konkret am 21. März von 11.00 bis 19.00 Uhr und tags darauf von 11.00 bis 18.00 Uhr im Maastricht Exhibition & Congress Centre geöffnet.

Dresden - Fast zwanzig Jahre lebten und schufen die beiden berühmten Maler der Romantik Caspar David Friedrich (1774-1840) und der aus Norwegen stammende Johan Christian Dahl (1788-1857) in Dresden. Beide verband eine enge Freundschaft. Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung im Albertinum nun den herausragenden Werken der beiden im Kontext ihrer Freundschaft.

Wien - Entsprechend einer Empfehlung des staatlichen Kunstrückgabebeirats wird Österreich das Gemälde des Wiener Jugendstilkünstlers Gustav Klimt nicht an die Erben eines vormaligen jüdischen Besitzers zurückgeben.

Dresden - Wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mitteilten, habe sich die Besucherbilanz im vergangenen Jahr um vier Prozent verschlechtert. Sie verzeichneten einen drastischen Schwund des russischen Publikums.

München - Quer durch das Feld der namhaften Auktionshäuser wurden in der Schlußsaison beeindruckende Höchstpreise im sechs-, sieben- und zuweilen achtstelligen Bereich erzielt.

München - Künstler geboren aus Unzufriedenheit und Lust. Aus diesen Polen floß die Spannung, die Remo Leghissa vom Forstwirtschaftsstudium zur Kunst leitete. Und wer den heutigen Künstler Remo Leghissa kennt, kann sich dieses fleischgewordene Perpetuum Mobile der Kreativität trotz der unübersehbaren Naturverbundenheit auch nicht als Forstwirtschaftsbeamten vorstellen.

München - Vom ostbayerischen bis in den fernöstlichen Raum reicht die Kunst des im Gäuboden beheimateten Künstlers Hugo Nefe, der in China bekannter als in Deutschland ist. Hugo Nefe wurde 1956 in Simbach am Inn geboren, und machte nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums seinen Keramiker-Meister, bis er 1982 freischaffend als bildender Künstler und Buchautor tätig wurde und bis zum heutigen Tage erfolgreich tätig ist.

Amsterdam - Rembrandt Harmenszoon van Rijn wurde am 15. Juli 1606 im holländischen Leiden geboren und verstarb am 04. Oktober 1669 in Amsterdam.

München - Andrea Celesti (1637 bis 1712) war einer der bedeutendsten Maler des italienischen Barock. Der gebürtige Venezianer war der Sohn des gleichfalls renommierten Stefano Celesti und ein Schüler des Sebastiano Mazzoni.

Schweinfurt - Bis 30. November 2014 ist im Museum Georg Schäfer in Schweinfurt die mit 250 Werken weltweit größte Spitzwegsammlung des nach ihm benannten Museums des ehemaligen Schwerindustriellen Georg Schäfer ausgestellt. Die Ausstellung ist dem 2013 verstorbenen Kunsthistorikers und Spitzweg-Experten Prof. Dr. Jens Christian Jensen gewidmet. Carl Spitzweg (1808 – 1885) erreichte zu Lebzeiten nicht den Bekanntheitsgrad wie beispielsweise seine Zeitgenossen der Schlesier Eduard von Grützner oder der Tiermaler Friedrich Voltz, und blieb einer einträglichen Geschäftstüchtigkeit zum Trotz - er soll etwa 400 Gemälde zu Lebzeiten verkauft haben - ein vergleichbarer Außenseiter. Die Popularität des Autodidakten, der keine Akademie besuchte, setzte erst im Laufe des 20. Jahrhunderts ein.

Riva del Garda - Das Werk "acrilio su tela" des Trentiner Künstlers Aldo Schmid (1935 bis 1978)   gibt in seinen sagenhaften Schattierungen und einem schleichenden Farbverlauf ein gefragtes Werk moderner Kunst wider. Derzeit ist "acrilio su tela" in Zusammenarbeit mit dem Mart Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto im Museo Alto Garda in Riva del Garda ausgestellt.

Die Malereistudie des Künstlers Aldo Schmid aus Trient repräsentiert im kulturellen regionalen Panorama eine der vollendetsten und kohärentesten Erfahrungen und konzentriert sich auf die Studie des Ausdruckspotenzials der Farbe.

Verona - Das 1675 gefertigte Meisterwerk "Mose calpesta la corona del Faraone" des italienischen Barockmalers Andrea Celesti (1637 bis 1712) ist unzweifelhaft ein Meisterwerk seiner Art. Es besticht durch eine beispiellose Kunstfertigkeit. Umgekehrt mutet dem heutigen Betrachter die augenscheinlich barocke Figurengebung für ein biblisches Motiv geradezu grotesk an.

Verona - Gaetano Chierici (1838 bis 1920) gilt als begnadeter Maler italienischer Schule, der handwerlich perfekt arbeitete, aber die Vorzeichen der Kunstepoche des Impressionismus/Postimpressionismus verschlief. Einige Jahrzehnte früher hätte man ihn für seine stilistische Begabung angebetet. Die "Mäusejagd" gilt als eines seiner bekanntesten Gemälde. Seine Werke waren schon zu Lebzeiten sehr gefragt. Da der Geschmack der Kunstliebhaber oft dem Anspruch von Kritikern hinterher hinkt, fand Gaetano Chierici mit seinen fast bäuerlichen Familienszenen aus seiner Heimat Reggio Emilia Beachtung auf Auktionen in Mailand, Florenz, Parma und Neapel, stellte aber auch in der Londoner Royal Academy und in den Vereinigten Staaten von Amerika aus.

München - Ölgemälde, Kohlezeichnungen, und Fotografien, aber auch Bücher und Antiquitäten werden am Wochenende in der Lehrter Straße in Berlin angeboten. Die Bandbreite erstreckt sich über Druckgraphiken und Faksimiles bis hin zu Gemälden vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, die das Auktionshaus Jeschke und Van Vliet am 12. Juli in seinen Räumlichkeiten anbieten. Im Gegensatz zu Christie´s und Sotheby`s bewegen sich die Werke in weitaus erschwinglicheren Preiskategorien, die auch den nicht dem Geldadel angehörigen Kunstfreunden einen Erwerb ermöglichen. Die Taxierungen variieren von 650,- Euro bis in der Spitze 9000,- Euro für das 1920 von Anto Cartes erschaffene Ölgemälde „Musiker“, das als Glanzlicht der Auktion gehandelt wird.

Berlin - Am Sonntag, 13. Juli, um 11.30 Uhr beginnt die 44. Sommerausstellung des Kunstvereins „Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön“. Mit dieser bis zum 31. August andauernden Ausstellung, die bildende Kunst wie auch Literatur umfaßt endet ein vierjähriger Zyklus, der unter dem Arbeitstitel Windrose bereits darauf hinweist, daß die Ausstellungsschwerpunkte weniger Kunststile, sondern nach Himmelsrichtungen strukturierte Kunstregionen darstellen. Ein Ausstellungskonzept, das durch die bewußte Herstellung eines regionalen Bezugs geeignet scheint, ein breiteres Interesse an der Kunst zu wecken. Offenbart doch der Untertitel „Unser Norden“, daß sich eine mit der regionalen Zuordnung identifizierende Besucherschaft insbesondere als Zielgruppe angesprochen fühlen darf. Der Zyklenabschluß firmiert unter dem Haupttitel „Nordwind“ und deutet damit die Blickrichtung an. So dominieren diesen Sommer in der in Jugendstilarchitektonik erbauten Ausstellungshalle auch vorwiegend Werke mit Ursprung in Schleswig-Holstein oder aus dem skandinavischen Bereich.

Paris - Das Gemälde der "Maria Magdalena" von Artemisia Gentileschi (1593 in Rom - 1653) erhielt vergangenen Donnerstag für 720.000 EUR den Zuschlag während einer heiß erwarteten Auktion bei "Sotheby's" in Paris. Rechnet man das Aufgeld hinzu, dürfte der unbekannte Käufer insgesamt 865.500 EUR investiert haben. Das barocke Gemälde ist sicher mehr wert!

Wien - Da auch Kunstwerke inzwischen verstärkt als Kapitalanlage gesehen werden, möchten wir in einer losen Reihe über die Hintergründe der schönen Künste sowie der Kunstökonomie berichten. Gerade für Werke der Stilrichtung des Impressionismus (u.a. die Maler Claude Monet, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir) und des nachfolgenden Postimpressionismus (u.a. Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Emile Bernard) werden auf Auktionen höchste Preise aufgerufen. Die Meisterwerke dieser Zeit gefallen und gelten als eine Art sicherer Hafen zur Kapitalanlage über Generationen.

Das Gemälde "Impression Sonnenaufgang" (Originaltitel: Impression soleil levant) von Claude Monet aus dem Jahre 1872 gilt par Excellene als Beispiel für Werke des Impressionismus. Das Bild zeigt den Hafen von Le Havre im Morgenerwachen. Im Hintergrund liegen Schiffe vor Anker, die im Nebel verschwinden. Im Vordergrund des Bildes sind drei kleinere Fischerboote unklar zu erkennen. Auf dem Wasser bricht sich das Licht der aufgehenden Sonne.

Frankfurt am Main - Die "Sternennacht" (Originaltitel auf Niederländisch "De sterrennacht") ist sicher eines der bekanntesten Gemälde des niederländischen postimpressionistischen Künstlers Vincent van Gogh (1853 bis 1890). Kunstkenner streiten aber bis heute, ob das 73,7 × 92,1 cm große Bild, im Juni 1889 im französischen Saint-Rémy-de-Provence entstanden, noch dem Postimpressionismus zuzurechnen ist, oder mit diesem Gemälde bereits der frühe Expressionismus seinen ersten Akzent fand. Das Bild befindet sich seit 1941 im Besitz des New Yorker Museum of Modern Art. Es ist in der damals typischen Ölfarbe auf Leinwand aufgetragen worden.

Frankfurt am Main - Neben dem Gemälde "Der Astronom", das im Pariser Louvre ausgestellt ist, bildet das von Johannes Vermeer zwischen 1668 und 1669 geschaffene Werk "Der Geograph" ein Kunstpaar. Das 53 Zentimeter hohe und 46,6 Zentimeter breite Ölgemälde zeigt einen Geographen bei seinem Handwerk. Es war die Zeit der Vermessung der Welt. Geographen und auch Astronomen wirkten allein schon bei der Betrachtung ihrer Arbeit spektakulär.

Frankfurt am Main - Dieser Künstler hat es zu Lebzeiten auch wirtschaftlich geschafft! Gerhard Richter, geboren am 09. Februar 1932 in Dresden, ist einer der renommiertesten deutschen Maler und Bildhauer der Gegenwart. Er war von 1971 bis 1993 Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Bei Gerhard Richter kann man sich nie sicher sein, ob seine oftmals verwischten Bilder nun Ausdruck einer Augenschwäche des Betrachters sind, oder aber auf einer fotografischen Spielerei beruhen. Im November 2000 erreichte sein Gruppenbild "Der Kongress" (Professor Zander) aus dem Schaffensjahr 1965 bei Christie`s ein Auktionsergebnis von 4,95 Millionen US-Dollar. In den darauf folgenden Jahren setzte sich der kommerzielle Erfolg des Künstlers auf internationalen Auktionen fort. So wurde beispielsweise das Gemälde "Zwei Liebespaare" aus dem Jahr 1966 gleichfalls bei Christie's für 9,77 Mio. Euro verkauft, während das Bild "Kerze" (1983) beim Auktionswettbewerber Sotheby´s im Februar 2008 sogar 10,57 Mio. Euro ihm einbrachte. Gerhard Richter ist derzeit der absolut teuerste lebende Maler in Deutschland. Gemäß den Angaben des Wirtschaftsfachblatts "Manager Magazin" zählt Gerhard Richter mit einem Vermögen von etwa 200 Millionen Euro zu den 500 reichsten Bundesbürgern.

London - Mit mehr als insgesamt 60 namhaften Werken ist man bei der Abendversteigerung am heutigen 9. Juli zur zeit- und themengleichen Auktion des Konkurrenzhauses Christie´s auf Augenhöhe bestückt. Die Versteigerung speist sich überwiegend aus Englands renommiertem Kunstbesitz der Earls und Dukes von Northumberland, dem belgischen Industriellennachlaß von Coppée, und den Sammlungen von Piasecka-Johnson als auch der Earls von Warwick.

Frankfurt am Main - Édouard Manet ist eine zentrale Persönlichkeit der Pariser Kunstszene Mitte des 19. Jahrhunderts. Der offizielle Kunstkanon seiner Zeit vermochte den sehr beschwingten Stil der Pleinairmalerei des Impressionisten noch nicht zu schätzen. Doch Édouard Manet wurde zu einer Ikone der jungen Avantgarde seiner Zeit. Er verfeinerte den Realismus von Gustave Courbet, grenzte sich aber von der oft zu freien Gestaltungsliebe der anderen Impressionisten ab. "Die Krocketpartie" ist dafür ein typisches Gemälde aus dem Jahre 1873. Es befindet sich heute im Städel-Kunstmuseum in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main - Eine der speziellen Kostbarkeiten des Frankfurter Kunstschatzes Städel-Museum ist das Gemälde von Lyonel Feiniger "Dorfteich von Gelmeroda" aus dem Schaffensjahr 1922. Das Kunstwerk (Öl auf Leinwand, 86 auf 112 cm) kam 1966 zum 150jährigen Bestehen des Städel Museums als Schenkung der Farbwerke Hoechst AG in die Sammlung.

Frankfurt am Main - Max Carl Friedrich Beckmann (* 12. Februar 1884 in Leipzig; † 27. Dezember 1950 in New York City) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Maler, Graphiker und Bildhauer. Nun wurde über das Leben und Wirken des Max Beckmann auch Kinofilm gedreht. Der Regisseur Michael Trabitzsch lädt in seinem Streifen "Max Beckmann - Departure" zu einer gut illustrierten Reise zu den Hauptwerken des "mythenschaffenden Malers" ein.

Frankfurt am Main - Es gibt nur wenige Werke der neueren Kunst, die so wirkungsvoll und wuchtig auf den Betrachter wirken wie "Die Horde" von Daniel Richter. Erst im Jahre 2007 hat er das Gemälde angefertigt.

München - Noch bis zum 31. Juli ist im Münchner Haus des Deutschen Ostens eine sehenswerte Ausstellung zu besichtigen, die dem 130. Geburtstag des siebenbürgischen Malers, Zeichners und Kunsttheoretikers Eduard Morres (1884 – 1890) gewidmet ist. Das Ausstellungskonzept unter dem Motto „Reflexe in Licht und Schatten“ orientiert sich sowohl am Jubilar selbst als auch an seiner kunsthistorischen Bedeutung für die Freilichtmalerei, die vor allem in Frankreich nach wie vor bewußt ist.

Frankfurt am Main – Lange Zeit galt die Portraitmalerei als etwas altbacken und aus der Mode gekommen. Während in früheren Zeitepochen die Wiedergabe des eigenen Bildes eine wichtige Kunst war, verlor spätestens mit der Farbfotografie und den Massenmöglichkeiten der heutigen Digitalfotografie diese malerische Anforderung an Nachfrage.
Doch ein gemaltes Portrait ist nicht nur ein Bildnis seiner selbst oder ein mit Farbe und Pinsel festgehaltener Schnappschuß – es ist mehr!

Kontakt

YAJUN WINTORP Media GmbH

Schumannstraße 27

D-60325 Frankfurt am Main

 

Email:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!