Den Haag - Ein recht gediegener Landschafter war der aus Den Haag stammende Jacob Maris. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der „Haager Schule“, jener bei aller Eigenständigkeit dem Impressionismus zugeschlagenen Strömung der Malerei, und verband in seinen Werken die Tradition der alten Meister des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei mit dem eher rauhen Stil der Freilichtmaler von Barbizon.

Budapest - Wenn auch deutscher Herkunft, so wurde Károly Lotz doch als akademischer Maler Ungarns zu einer Größe. Zwischen Barock, Romantik und Realismus bewegen sich seine Landschaften, historischen und mythologischen Szenen; zudem war er ein ganz außergewöhnlich begabter Porträtist.

Frankfurt am Main - Einer der Wegbereiter der Moderne in Ungarn war der Kunsterzieher, Maler und Politiker Pál Szinyei Merse. In seinen eigenen Arbeiten bewegte er sich zwischen Realismus und frühimpressionistischen Ansätzen, überdies entfaltete er eine leidenschaftliche Tätigkeit als Lehrer und Förderer einer jüngeren Künstlergeneration.

Prag – Jugendstil, Art Nouveau – die tschechische Hauptstadt ist bekanntermaßen das Paradies für Liebhaber dieser magischen Kunstepoche. Der Gang durch die Altstadt konfrontiert den kunsthistorisch Interessierten mit dekorativem Stuck, eleganten Wandbemalungen, sogar ganzen Gebäudeanlagen, welche sich des Stils einer Zeit, in der Ästhetik sich noch nicht verstecken mußte, bedienen. Pflichtbesuch ist da natürlich das Museum, welches dem wohl bekanntesten Vertreter des tschechischen Jugendstils gewidmet ist.

Metz - Ein Meister dramatischer Seestücke im 18. Jahrhundert war der Franzose Claude Joseph Vernet. Seine bekanntesten Arbeiten dürften die von ihm aufgrund eines offiziellen Auftrags geschaffenen Darstellungen der verschiedenen Häfen Frankreichs sein.

Frankfurt am Main - Ein sehr eigenständiger und faszinierender Künstler war der Amerikaner Maurice Brazil Prendergast. Dieser schuf einen Stil, welcher sichtlich vom Impressionismus beeinflußt war, doch sich eigene Regeln setzte. Die aus fein abgestimmten Farbtupfern mosaikartig zusammengesetzten Aquarelle führen heute zu seiner Einordnung in der doch sehr verschiedenartigen Gruppe der Postimpressionisten.

Frankfurt am Main - Er begann unter dem Banner eines französisch geprägten Impressionismus, verwarf diesen Stil jedoch bald und wurde zu einem der prägenden Vertreter eines neuen, vor allem das Leben der Stadt darstellenden amerikanischen Realismus, der New Yorker Ashcan School. Einen wesentlichen Teil seines Werkes stellen Porträts dar.

Frankfurt am Main - Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert sah im böhmischen Raum eine Blüte mystisch geprägter Malerei. Symbolismus und Jugendstil waren die kaum zu trennenden Richtungen; bekannte Vertreter waren Viktor Oliva, Alfons Mucha, František Kobliha oder eben Franz Dvorak.

Potsdam - Noch bis Anfang Oktober soll die Sonderausstellung des Potsdamer Museums Barberini zu den Anfängen der amerikanischen Moderne laufen. Gezeigt werden 68 Gemälde aus der Sammlung des Mäzens und Kunstkritikers Duncan Phillips, welche die stilistische Entwicklung der Malerei jenseits des großen Teiches vom späten 19. bis zum Ende der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachvollziehen.

Frankfurt am Main - Joseph DeCamp gehört ohne Zweifel zu den bekannteren Namen des amerikanischen Impressionismus und des diesem verwandten Tonalismus. Dabei ist ein gewaltiger Teil seines Werkes verloren gegangen – erhalten sind vor allem seine späteren Porträts, unwiederbringlich zerstört sind seine frühen Landschaftsgemälde.

Frankfurt am Main - In Joachim Fernaus hervorragendem Standardwerk „Lexikon alter Malerei“ findet sich Adam Willaerts lediglich im Artikel zu Hendrik Vroom in einem Satz erwähnt, der deutschsprachigen Wikipedia ist er bislang keinen Artikel wert. Dabei war der Marinemaler Adam Willaerts ein sehr fähiger Vertreter des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei – im Grunde ist dies wohl lediglich ein Beleg dafür, wie viele Künstler von Rang diese Epoche hervorgebracht hat.

Frankfurt am Main - Es ließe sich mit einer gewissen Berechtigung behaupten, daß es mit Teilen des Frühwerks von Adolph Menzel (etwa „Das Balkonzimmer“ von 1845 als bekanntestes Beispiel) in Deutschland eine impressionistische Malerei gegeben hatte, bevor diese in Frankreich Gestalt und Namen gewann. In Paris wurde diese Rolle Menzels auch durchaus anerkannt. Als tatsächliche Bewegung gab es den Impressionismus in Deutschland dennoch erst als de-facto-Reimport. Gotthardt Kuehl war einer der frühen Vertreter dieser Strömung, als er zum Ende des 19. Jahrhunderts einen französisch geprägten Stil in Dresden aufleben ließ.

Frankfurt am Main - Adrian Ludwig Richter ist zu den herausragenden bildenden Künstlern der späten deutschen Romantik und des Biedermeier zu zählen. Er hinterließ Zeichnungen, Gemälde und Stiche, wobei ihm insbesondere seine als Buchillustrationen gefertigten Holzschnitte eine über seine Lebenszeit hinausgehende Bekanntheit sicherten.

Frankfurt am Main - Der aus Flandern stammende und in den Niederlanden zur Berühmtheit gewordene Roelant Savery wirkte an der Schwelle vom Manierismus zum Goldenen Zeitalter des niederländischen Barock. Seine mit Unmengen an Tieren ausstaffierten Landschaften kommen uns recht exzentrisch vor. Bemerkenswert ist vor allem auch das mehrfache Vorkommen des mittlerweile ausgestorbenen Riesenvogels Dodo.

Frankfurt am Main - Im Spannungsfeld zwischen deutscher und dänischer Kultur und Staatlichkeit stand der Maler Blunck, welcher sich mit Historienmalerei, Genreszenen, Porträts und religiösen Motiven befaßte. Er gilt als einer der bedeutenden Vertreter der Malerei des Dänischen Goldenen Zeitalters, der kulturellen Blüte Dänemarks in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei kann seine Biographie als Kristallisation damaliger deutsch-dänischer Identitätsfragen gesehen werden.

Frankfurt am Main - Sein Werk ist nicht sehr umfangreich und weit in verschiedenen Sammlungen und Museen verstreut, sein Name ist heute nur noch wenigen bekannt. Dennoch kann Karl Buchholz als einer der interessantesten deutschen Landschaftsmaler seiner Zeit betrachtet werden, als früher Vertreter des deutschen Impressionismus.

Erfurt - Es begann damit, daß ein bedeutender Sohn der Stadt, der Maler Friedrich Nerly d.Ä., 1878 in Venedig verstarb. Sein Sohn Friedrich Paul Nerly (1842-1919) vermachte 1883 auf Anregung eines weiteren Erfurter Künstlers, seines Cousins, des Historienmalers Eduard vom Hagen (1834-1909) den gesamten künstlerischen Nachlaß der Stadt. Dieser Nachlaß wurde die Basis für die Gründung des Erfurter Kunstmuseums am Anger.

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