Bremen - Er gilt als wichtigster Zürcher Landschafter des späten Barock, führte die Ausdrucksweise der niederländischen Italianisten in der Schweiz ein und wurde zum Wegbereiter der Alpenmalerei, welche später im vorromantischen Werk Caspar Wolfs ihren Höhepunkt finden sollte.

Frankfurt am Main - Von neoimpressionistischen Anfängen ausgehend über eine Phase im Kreis der expressionistischen Neuen Künstlervereinigung München, der Keimzelle des späteren Blauen Reiters, fand Alexander Kanoldt seinen höchsten künstlerischen Ausdruck als Vertreter der Neuen Sachlichkeit, wobei er jedoch für eine sehr atmosphärische Variante dieser Strömung stand, den magischen Realismus.

Frankfurt am Main - Es gibt Künstler, welche der Nachwelt besonders durch ihr Werk in Erinnerung bleiben – dies sind die meisten. Andere hinterlassen Spuren vor allem durch den Einfluß, den sie als Lehrer ihrerseits bedeutender Schüler hatten. Zu dieser Kategorie gehört Léon Cogniet, welcher sich vorrangig mit Portraits und gediegener Historienmalerei zwischen Neoklassizismus und Romantik befaßte und zahlreichen Künstlern der folgenden Generation ihr Handwerk lehrte.

Berlin – Herrlich farbenfrohe und später zurückhaltendere, doch gleichsam sehenswerte Gemälde verdanken wir Hans Thuar, einem engen Freund August Mackes und führenden Vertreter des rheinischen Expressionismus.

Frankfurt am Main - Als besonders originell kann man die Arbeiten des viktorianischen Malers Wilfred Jenkins nicht unbedingt bezeichnen. Im Gegenteil, er war ein ausgesprochener Nachahmer des mit seinen dem Gothic Horror zuzurechnenden dunkelromantischen Nachtszenen und verwunschenen Bauwerken überaus erfolgreichen „Meisters des Zwielichts“, John Atkinson Grimshaw. Dafür lassen die Ausführung und Atmosphäre seiner Gemälde nichts zu wünschen übrig.

Frankfurt am Main - Zu den bedeutendsten deutschstämmigen Druckgrafikern der USA gehörte Charles Frederic William Mielatz. Sein Lieblingsthema war die Architektur, wobei er großen Wert auf Struktur und Musterung legte. Seine genaue Beachtung der Lichtverhältnisse zeigt einen starken impressionistischen Einfluß.

Berlin – Kunst als Dekoration für Arztpraxen, Wohnungen oder öffentliche Gebäude erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Eine gewaltige Zahl von Gegenwartskünstlern bietet ihre Werke feil, doch viele Menschen würden ihre Wände gerne mit Werken von Meistern der Kunstgeschichte schmücken – dies würde jedoch zum einen gewaltige finanzielle Mittel erfordern, zum anderen sind ja die meisten bekannteren Werke auch bereits in festen Händen, den öffentlichen Museen und großen privaten Sammlungen.

Frankfurt am Main - Er gehörte der gleichen Generation an wie die Impressionisten, mit denen er zum Teil persönliche Freundschaften pflegte. Künstlerisch stand er jedoch eher in der realistischen bis romantischen Tradition, die er mit einer ganz persönlichen Note bereicherte. Vor allem mit Porträts und Blumenstilleben schuf er eine Kunst voller Poesie.

Düsseldorf - Ein Maler der Düsseldorfer Akademie, welcher sich einerseits vom akademischen Klassizismus der Älteren Düsseldorfer Schule entfernte, ohne dabei in die vornehmlich der Landschaftsmalerei verschriebene Jüngeren Düsseldorfer Schule zu passen, war Peter Joseph Wilms. Sein bevorzugtes Sujet war das Stilleben, und in diesem brachte er zur Meisterschaft.

Hamburg - In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine ganze von Künstlergruppen, welche sich der Freilichtmalerei widmeten. Die „Jungen Hamburger“ waren eine von diesen; eines ihrer einflußreichsten Mitglieder war der Landschaftsmaler und Porträtist Arthur Sibelist – einflußreich vor allem deshalb, weil er nicht nur selbst malte, sondern auch eine ganze Reihe von Schülern unterrichtete.

München - Besonders bekannt ist Heinrich Campendonk für seine Glasmalerei, welche einen bedeutenden Teil seines Werks darstellt. In das Licht der Öffentlichkeit rückte er durch einen Kunstskandal, als das ihm zugeschriebene „Rote Bild mit Pferden“ sich als meisterliche Fälschung herausstellte. Dabei ist sein Werk insgesamt überaus beachtlich, von den noch impressionistisch beeinflußten Anfängen über seine Zeit beim „Blauen Reiter“ und den rheinischen Expressionisten bis zu den späten Fenstermalereien.

Frankfurt am Main - Seine Ursprunge hatte er im späten Impressionismus und Postimpressionismus, danach wanderte er durch sämtliche Territorien der modernen Kunst, von Fauvismus und Expressionismus bis Futurismus und Kubismus. Neben Piet Mondrian dürfte er der vielseitigste Maler der niederländischen Moderne gewesen sein.

Frankfurt am Main - Er gehörte zu den bedeutendsten deutschen Maler des späten 19. und frühen 20. Jahrunderts: Leopold Kalckreuth wird der naturalistischen Richtung des Realismus zugerechnet, bediente sich jedoch gerne impressionistischer Technik, und schuf Porträts, Genrebilder, Hafenansichten und Landschaften, die in ihrer verhaltenen Melancholie nichts von ihrem Reiz verloren haben.

Den Haag - Ein recht gediegener Landschafter war der aus Den Haag stammende Jacob Maris. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der „Haager Schule“, jener bei aller Eigenständigkeit dem Impressionismus zugeschlagenen Strömung der Malerei, und verband in seinen Werken die Tradition der alten Meister des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei mit dem eher rauhen Stil der Freilichtmaler von Barbizon.

Budapest - Wenn auch deutscher Herkunft, so wurde Károly Lotz doch als akademischer Maler Ungarns zu einer Größe. Zwischen Barock, Romantik und Realismus bewegen sich seine Landschaften, historischen und mythologischen Szenen; zudem war er ein ganz außergewöhnlich begabter Porträtist.

Frankfurt am Main - Einer der Wegbereiter der Moderne in Ungarn war der Kunsterzieher, Maler und Politiker Pál Szinyei Merse. In seinen eigenen Arbeiten bewegte er sich zwischen Realismus und frühimpressionistischen Ansätzen, überdies entfaltete er eine leidenschaftliche Tätigkeit als Lehrer und Förderer einer jüngeren Künstlergeneration.

Prag – Jugendstil, Art Nouveau – die tschechische Hauptstadt ist bekanntermaßen das Paradies für Liebhaber dieser magischen Kunstepoche. Der Gang durch die Altstadt konfrontiert den kunsthistorisch Interessierten mit dekorativem Stuck, eleganten Wandbemalungen, sogar ganzen Gebäudeanlagen, welche sich des Stils einer Zeit, in der Ästhetik sich noch nicht verstecken mußte, bedienen. Pflichtbesuch ist da natürlich das Museum, welches dem wohl bekanntesten Vertreter des tschechischen Jugendstils gewidmet ist.

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