Düsseldorf - Ein Maler der Düsseldorfer Akademie, welcher sich einerseits vom akademischen Klassizismus der Älteren Düsseldorfer Schule entfernte, ohne dabei in die vornehmlich der Landschaftsmalerei verschriebene Jüngeren Düsseldorfer Schule zu passen, war Peter Joseph Wilms. Sein bevorzugtes Sujet war das Stilleben, und in diesem brachte er zur Meisterschaft.

Hamburg - In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine ganze von Künstlergruppen, welche sich der Freilichtmalerei widmeten. Die „Jungen Hamburger“ waren eine von diesen; eines ihrer einflußreichsten Mitglieder war der Landschaftsmaler und Porträtist Arthur Sibelist – einflußreich vor allem deshalb, weil er nicht nur selbst malte, sondern auch eine ganze Reihe von Schülern unterrichtete.

München - Besonders bekannt ist Heinrich Campendonk für seine Glasmalerei, welche einen bedeutenden Teil seines Werks darstellt. In das Licht der Öffentlichkeit rückte er durch einen Kunstskandal, als das ihm zugeschriebene „Rote Bild mit Pferden“ sich als meisterliche Fälschung herausstellte. Dabei ist sein Werk insgesamt überaus beachtlich, von den noch impressionistisch beeinflußten Anfängen über seine Zeit beim „Blauen Reiter“ und den rheinischen Expressionisten bis zu den späten Fenstermalereien.

Frankfurt am Main - Seine Ursprunge hatte er im späten Impressionismus und Postimpressionismus, danach wanderte er durch sämtliche Territorien der modernen Kunst, von Fauvismus und Expressionismus bis Futurismus und Kubismus. Neben Piet Mondrian dürfte er der vielseitigste Maler der niederländischen Moderne gewesen sein.

Frankfurt am Main - Er gehörte zu den bedeutendsten deutschen Maler des späten 19. und frühen 20. Jahrunderts: Leopold Kalckreuth wird der naturalistischen Richtung des Realismus zugerechnet, bediente sich jedoch gerne impressionistischer Technik, und schuf Porträts, Genrebilder, Hafenansichten und Landschaften, die in ihrer verhaltenen Melancholie nichts von ihrem Reiz verloren haben.

Den Haag - Ein recht gediegener Landschafter war der aus Den Haag stammende Jacob Maris. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der „Haager Schule“, jener bei aller Eigenständigkeit dem Impressionismus zugeschlagenen Strömung der Malerei, und verband in seinen Werken die Tradition der alten Meister des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei mit dem eher rauhen Stil der Freilichtmaler von Barbizon.

Budapest - Wenn auch deutscher Herkunft, so wurde Károly Lotz doch als akademischer Maler Ungarns zu einer Größe. Zwischen Barock, Romantik und Realismus bewegen sich seine Landschaften, historischen und mythologischen Szenen; zudem war er ein ganz außergewöhnlich begabter Porträtist.

Frankfurt am Main - Einer der Wegbereiter der Moderne in Ungarn war der Kunsterzieher, Maler und Politiker Pál Szinyei Merse. In seinen eigenen Arbeiten bewegte er sich zwischen Realismus und frühimpressionistischen Ansätzen, überdies entfaltete er eine leidenschaftliche Tätigkeit als Lehrer und Förderer einer jüngeren Künstlergeneration.

Prag – Jugendstil, Art Nouveau – die tschechische Hauptstadt ist bekanntermaßen das Paradies für Liebhaber dieser magischen Kunstepoche. Der Gang durch die Altstadt konfrontiert den kunsthistorisch Interessierten mit dekorativem Stuck, eleganten Wandbemalungen, sogar ganzen Gebäudeanlagen, welche sich des Stils einer Zeit, in der Ästhetik sich noch nicht verstecken mußte, bedienen. Pflichtbesuch ist da natürlich das Museum, welches dem wohl bekanntesten Vertreter des tschechischen Jugendstils gewidmet ist.

Metz - Ein Meister dramatischer Seestücke im 18. Jahrhundert war der Franzose Claude Joseph Vernet. Seine bekanntesten Arbeiten dürften die von ihm aufgrund eines offiziellen Auftrags geschaffenen Darstellungen der verschiedenen Häfen Frankreichs sein.

Frankfurt am Main - Ein sehr eigenständiger und faszinierender Künstler war der Amerikaner Maurice Brazil Prendergast. Dieser schuf einen Stil, welcher sichtlich vom Impressionismus beeinflußt war, doch sich eigene Regeln setzte. Die aus fein abgestimmten Farbtupfern mosaikartig zusammengesetzten Aquarelle führen heute zu seiner Einordnung in der doch sehr verschiedenartigen Gruppe der Postimpressionisten.

Frankfurt am Main - Er begann unter dem Banner eines französisch geprägten Impressionismus, verwarf diesen Stil jedoch bald und wurde zu einem der prägenden Vertreter eines neuen, vor allem das Leben der Stadt darstellenden amerikanischen Realismus, der New Yorker Ashcan School. Einen wesentlichen Teil seines Werkes stellen Porträts dar.

Frankfurt am Main - Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert sah im böhmischen Raum eine Blüte mystisch geprägter Malerei. Symbolismus und Jugendstil waren die kaum zu trennenden Richtungen; bekannte Vertreter waren Viktor Oliva, Alfons Mucha, František Kobliha oder eben Franz Dvorak.

Potsdam - Noch bis Anfang Oktober soll die Sonderausstellung des Potsdamer Museums Barberini zu den Anfängen der amerikanischen Moderne laufen. Gezeigt werden 68 Gemälde aus der Sammlung des Mäzens und Kunstkritikers Duncan Phillips, welche die stilistische Entwicklung der Malerei jenseits des großen Teiches vom späten 19. bis zum Ende der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachvollziehen.

Frankfurt am Main - Joseph DeCamp gehört ohne Zweifel zu den bekannteren Namen des amerikanischen Impressionismus und des diesem verwandten Tonalismus. Dabei ist ein gewaltiger Teil seines Werkes verloren gegangen – erhalten sind vor allem seine späteren Porträts, unwiederbringlich zerstört sind seine frühen Landschaftsgemälde.

Frankfurt am Main - In Joachim Fernaus hervorragendem Standardwerk „Lexikon alter Malerei“ findet sich Adam Willaerts lediglich im Artikel zu Hendrik Vroom in einem Satz erwähnt, der deutschsprachigen Wikipedia ist er bislang keinen Artikel wert. Dabei war der Marinemaler Adam Willaerts ein sehr fähiger Vertreter des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei – im Grunde ist dies wohl lediglich ein Beleg dafür, wie viele Künstler von Rang diese Epoche hervorgebracht hat.

Frankfurt am Main - Es ließe sich mit einer gewissen Berechtigung behaupten, daß es mit Teilen des Frühwerks von Adolph Menzel (etwa „Das Balkonzimmer“ von 1845 als bekanntestes Beispiel) in Deutschland eine impressionistische Malerei gegeben hatte, bevor diese in Frankreich Gestalt und Namen gewann. In Paris wurde diese Rolle Menzels auch durchaus anerkannt. Als tatsächliche Bewegung gab es den Impressionismus in Deutschland dennoch erst als de-facto-Reimport. Gotthardt Kuehl war einer der frühen Vertreter dieser Strömung, als er zum Ende des 19. Jahrhunderts einen französisch geprägten Stil in Dresden aufleben ließ.

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